In der Ehe sei weise: Ziehe die Person dem Geld vor, die Tugend der Schönheit, den Geist dem Körper; dann hast du eine Frau, einen Freund, einen Gefährten, ein zweites Ich.

- William Penn

William Penn

Klugwort Reflexion zum Zitat

William Penn gibt in diesem Zitat eine zeitlose Weisheit über die Grundlagen einer erfüllten Ehe weiter. Er betont, dass wahre Verbindung nicht auf materiellen oder oberflächlichen Eigenschaften beruhen sollte, sondern auf tieferem gegenseitigen Verständnis und geistiger Nähe.

Er stellt dabei drei wichtige Prinzipien heraus: Die Wahl des Menschen über seinen Besitz, die Priorisierung von Tugend über äußere Schönheit und die Wertschätzung des Geistes über den Körper. Diese Werte sind nicht nur für die Ehe relevant, sondern auch für jede Form enger zwischenmenschlicher Beziehung. Wer nach diesen Prinzipien wählt, findet nicht nur einen Lebenspartner, sondern auch einen wahren Freund und Gefährten – jemanden, der ein „zweites Ich“ sein kann.

Das Zitat regt dazu an, über die eigenen Prioritäten in Beziehungen nachzudenken. Was suchen wir wirklich in einem Partner? Werden wir manchmal von Oberflächlichkeiten oder materiellen Aspekten geblendet, anstatt auf die tieferen Qualitäten eines Menschen zu achten? Penn erinnert daran, dass wahre Partnerschaft auf geistiger und moralischer Verbindung basiert – und nicht auf vergänglichen Faktoren wie Schönheit oder Reichtum.

Kritisch könnte man fragen, ob diese Ideale in der Realität immer umsetzbar sind. Gibt es nicht auch Beziehungen, in denen äußere Anziehungskraft oder materielle Sicherheit eine Rolle spielen? Doch Penns Botschaft ist klar: Wenn die tiefere Basis fehlt, sind solche Verbindungen oft nicht von Dauer. Sein Zitat lädt dazu ein, bewusster darüber nachzudenken, was uns langfristig in einer Beziehung wirklich glücklich macht.

Zitat Kontext

William Penn (1644–1718) war ein englischer Quäker, Schriftsteller und Gründer der Kolonie Pennsylvania. Er setzte sich für Religionsfreiheit, Toleranz und ethisches Verhalten ein, was auch in seinen Schriften über Ehe und Gesellschaft zum Ausdruck kommt.

Das Zitat steht im Kontext seiner Überzeugung, dass menschliche Beziehungen auf tiefem gegenseitigem Respekt und geistiger Übereinstimmung beruhen sollten. Als Quäker glaubte er an Einfachheit, Tugend und moralische Integrität – Werte, die er auch auf die Ehe übertrug.

Historisch betrachtet, entstand dieses Zitat in einer Zeit, in der Ehen oft aus wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Gründen geschlossen wurden. Penns Sichtweise war daher bemerkenswert fortschrittlich: Er betonte die Wichtigkeit der persönlichen und moralischen Kompatibilität über äußere Faktoren.

Auch heute bleibt das Zitat aktuell. In einer Welt, in der Beziehungen oft durch Oberflächlichkeiten oder äußeren Druck beeinflusst werden, erinnert Penn daran, dass wahre Liebe auf innerer Verbindung basiert. Seine Worte laden dazu ein, über die Werte nachzudenken, die eine Ehe oder Partnerschaft wirklich tragen – und über das, was uns langfristig erfüllt.

Daten zum Zitat

Autor:
William Penn
Tätigkeit:
englischer Quäker, Kolonialadministrator und Schriftsteller
Epoche:
Aufklärung
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Emotion:
Keine Emotion