Immer wird die Gleichgültigkeit und die Menschenverachtung dem Mitgefühl und der Menschenliebe gegenüber einen Schein von geistiger Überlegenheit annehmen können.
- Marie von Ebner-Eschenbach

Klugwort Reflexion zum Zitat
Marie von Ebner-Eschenbach kritisiert in diesem Zitat die gesellschaftliche Tendenz, Mitgefühl und Menschenliebe als Schwäche zu betrachten, während Gleichgültigkeit und Zynismus oft als Zeichen von Intelligenz und Überlegenheit gelten. Diese Haltung führt dazu, dass empathisches Verhalten abgewertet und emotionale Distanz glorifiziert wird.
Diese Reflexion fordert dazu auf, über den Wert von Empathie und Mitgefühl in einer zunehmend individualistischen Gesellschaft nachzudenken. In einer Welt, in der emotionale Kälte oft mit Stärke assoziiert wird, erinnert Ebner-Eschenbach daran, dass wahre Größe in der Fähigkeit zur Mitmenschlichkeit liegt.
Das Zitat inspiriert dazu, sich nicht von gesellschaftlichen Normen täuschen zu lassen, die Mitgefühl als Schwäche auslegen. Es fordert dazu auf, empathisches Handeln bewusst zu leben und als Stärke zu begreifen.
Gerade in Zeiten sozialer Spaltung und gesellschaftlicher Herausforderungen ist es wichtiger denn je, Mitgefühl als fundamentale menschliche Qualität zu bewahren.
Zitat Kontext
Marie von Ebner-Eschenbach (1830–1916) war eine österreichische Schriftstellerin, die sich in ihren Werken intensiv mit sozialen und psychologischen Themen auseinandersetzte. Sie setzte sich für Mitmenschlichkeit, soziale Gerechtigkeit und ethische Verantwortung ein.
Dieses Zitat spiegelt ihre kritische Haltung gegenüber gesellschaftlichen Trends wider, die emotionale Kälte als Stärke darstellen. Es fordert dazu auf, Menschlichkeit und Mitgefühl als zentrale Werte zu bewahren und aktiv zu leben.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Marie von Ebner-Eschenbach
- Tätigkeit:
- Österreichische Schriftstellerin
- Epoche:
- Realismus
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- Emotion:
- Keine Emotion