Ich wusste schon immer, dass ich dazu berufen war, etwas zu tun. Ich wusste nicht, was, aber nachdem ich Martin kennengelernt hatte, kam ich zu dem Schluss - und ich musste viel beten, um das herauszufinden -, dass es wahrscheinlich das war, wozu Gott mich berufen hatte: ihn zu heiraten.

- Coretta Scott King

Coretta Scott King

Klugwort Reflexion zum Zitat

Coretta Scott King spricht in diesem Zitat über den Moment, in dem sie erkannte, dass ihre Berufung mit Martin Luther King Jr. verbunden war, nicht nur in einer Partnerschaft, sondern in einer gemeinsamen Aufgabe für den sozialen Wandel. Es zeigt ihre Bescheidenheit und gleichzeitig ihre tiefe spirituelle Überzeugung, dass sie eine göttliche Bestimmung erfüllte. Die Vorstellung von ‚Berufung‘ ist dabei nicht nur eine persönliche, sondern auch eine politische und gesellschaftliche Entscheidung. Indem sie betont, dass sie beten musste, um ihre wahre Bestimmung zu finden, verweist sie auf eine spirituelle Auseinandersetzung und einen tiefen inneren Dialog, der für viele Menschen eine Quelle der Klarheit und Führung ist. /n/n Diese Erkenntnis, dass ihre Berufung in der Unterstützung von Martin Luther King Jr. und seinem Traum von sozialer Gerechtigkeit lag, ist ein kraftvolles Zeugnis für den Glauben an eine höhere Bestimmung und die Rolle der persönlichen Opfer im Dienst für eine größere Sache. Ihre Worte spiegeln die Unsicherheit und die Herausforderungen wider, die viele Menschen auf ihrem Lebensweg erfahren, wenn sie nach einem tieferen Sinn und einer Bedeutung suchen. Coretta Scott King war nicht nur die Ehefrau von Martin Luther King Jr., sondern auch eine bedeutende Aktivistin und Führerin in ihrer eigenen Recht. Sie prägte die Bürgerrechtsbewegung genauso stark wie ihr Ehemann, und dieses Zitat verdeutlicht ihre innere Reise und die bewusste Entscheidung, Teil einer größeren Vision zu werden.

Zitat Kontext

Coretta Scott King war nicht nur die Ehefrau von Martin Luther King Jr., sondern auch eine bedeutende Aktivistin und eine tragende Säule in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Ihr Zitat bezieht sich auf den Zeitpunkt, an dem sie ihre Rolle als Partnerin und Unterstützerin von Martin Luther King Jr. in der Führung der Bewegung verstand. In einer Zeit, in der Frauen oft im Schatten ihrer männlichen Partner standen, spielte Coretta eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung und Erweiterung des Erbes ihres Mannes, besonders nach seinem tragischen Tod im Jahr 1968. /n/n Im historischen Kontext der 1950er und 1960er Jahre, als die Bürgerrechtsbewegung in vollem Gange war, war es nicht nur ein politischer und gesellschaftlicher Aufbruch, sondern auch eine zutiefst persönliche Herausforderung für diejenigen, die sich diesem Kampf anschlossen. Coretta selbst erlebte den Druck und die Opfer, die mit ihrer Rolle als Ehefrau eines der bekanntesten Aktivisten verbunden waren. Ihre tiefe religiöse Überzeugung und ihre Reflexion über ihre ‚Berufung‘ zeigen, wie Glaube und Bestimmung oft in den Dienst größerer gesellschaftlicher Ziele gestellt werden. Heute bleibt Coretta Scott King ein Symbol für Stärke, Weisheit und die Bedeutung des individuellen Engagements für eine gerechtere Gesellschaft. Ihr Zitat erinnert uns daran, dass Berufung oft über die persönliche Karriere hinausgeht und auch in der Unterstützung und Förderung anderer Menschen und ihrer Visionen bestehen kann.

Daten zum Zitat

Autor:
Coretta Scott King
Tätigkeit:
US Bürgerrechtlerin
Epoche:
Nachkriegszeit
Emotion:
Keine Emotion