Ich habe die Angewohnheit, meine Aufmerksamkeit so sehr zu steigern, dass meine Sinne nicht zur Ruhe kommen, sondern unter einer ständigen Belastung leiden.
- Henry David Thoreau

Klugwort Reflexion zum Zitat
Henry David Thoreau beschreibt in diesem Zitat die Schattenseite intensiver Achtsamkeit und Aufmerksamkeit. Während konzentriertes Denken und Wahrnehmung wertvolle Fähigkeiten sind, können sie bei Übertreibung zur Belastung werden. Thoreau zeigt damit, dass ständige Wachsamkeit zu mentaler Erschöpfung führen kann.
Diese Reflexion fordert dazu auf, ein Gleichgewicht zwischen Aufmerksamkeit und Entspannung zu finden. In einer Welt voller Reize und Informationsflut kann übermäßige geistige Anspannung zu Stress und Überforderung führen.
Thoreau mahnt zur Achtsamkeit gegenüber den eigenen Grenzen. Es ist wichtig, bewusst Pausen einzulegen, um Körper und Geist zu regenerieren. Nur durch diese Balance können Kreativität und geistige Leistungsfähigkeit erhalten bleiben.
Das Zitat lädt dazu ein, die eigene Achtsamkeitspraxis zu reflektieren und einen gesunden Umgang mit geistiger Anspannung zu entwickeln.
Zitat Kontext
Henry David Thoreau (1817–1862) war ein amerikanischer Schriftsteller und Philosoph, bekannt für seine Werke über Natur, Einfachheit und Selbstgenügsamkeit. Sein bekanntestes Werk *Walden* beschäftigt sich mit einem bewussten und achtsamen Leben in der Natur.
Das Zitat reflektiert Thoreaus eigene Erfahrung mit intensiver Wahrnehmung und deren Auswirkungen auf sein Wohlbefinden. Er lebte oft in bewusster Zurückgezogenheit, um sich der Natur und dem eigenen Denken zu widmen.
Sein Gedanke bleibt heute aktuell, da er zur Balance zwischen geistiger Aktivität und Erholung mahnt – ein Thema, das in einer schnelllebigen Gesellschaft von großer Bedeutung ist.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Henry David Thoreau
- Tätigkeit:
- US Schriftsteller, Philosoph und Transzendentalist
- Epoche:
- Romantik
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- Emotion:
- Keine Emotion