Halte es für eine Lüge - oder eine Prophezeiung. Sagen wir, ich habe es in der Werkstatt geträumt. Stell dir vor, ich habe über das Schicksal unserer Rasse spekuliert, bis ich diese Fiktion ausgebrütet habe.
- Herbert George Wells

Klugwort Reflexion zum Zitat
H.G. Wells beschreibt hier die Ambivalenz zwischen Fiktion und Realität. Seine Worte zeigen, dass Geschichten oft mehr sind als bloße Erfindungen – sie enthalten Wahrheiten, die sich erst später bewahrheiten können.
Dieses Zitat fordert uns auf, über die Rolle von Science-Fiction und spekulativer Literatur nachzudenken. Viele Autoren haben Entwicklungen vorausgesehen, die später Wirklichkeit wurden – sei es in der Technologie, der Politik oder der Gesellschaft. Ist eine Geschichte also nur eine Erfindung, oder kann sie eine Prophezeiung sein?
Wells lädt uns ein, darüber nachzudenken, ob Fiktion wirklich von der Realität getrennt ist. Oftmals spiegeln Geschichten gesellschaftliche Ängste, Hoffnungen oder mögliche Zukunftsszenarien wider. In einer Zeit, in der Künstliche Intelligenz, Klimawandel und soziale Umbrüche unsere Welt prägen, haben viele literarische Visionen eine erschreckende Aktualität gewonnen.
Sein Zitat erinnert uns daran, dass große Ideen nicht nur in der Wissenschaft entstehen, sondern auch in der Vorstellungskraft. Zukunftsvisionen können eine Warnung sein – oder ein Wegweiser für das, was möglich ist.
Zitat Kontext
Herbert George Wells (1866–1946) war ein britischer Schriftsteller, bekannt für seine Science-Fiction-Werke wie 'Die Zeitmaschine' oder 'Krieg der Welten'. Seine Romane enthielten oft gesellschaftskritische und zukunftsweisende Elemente.
Dieses Zitat reflektiert seine Überzeugung, dass Literatur nicht nur Unterhaltung ist, sondern eine tiefere Bedeutung haben kann. Wells verstand, dass Fiktion eine Möglichkeit ist, über die Zukunft nachzudenken – und dass das, was heute als unmöglich erscheint, morgen Realität sein könnte.
Seine Worte bleiben heute relevant, insbesondere angesichts technologischer und gesellschaftlicher Entwicklungen, die einst nur in Büchern existierten. Science-Fiction ist oft mehr als Fantasie – sie ist eine Reflexion über das, was sein könnte. Wells erinnert uns daran, dass Literatur nicht nur aus der Vergangenheit schöpft, sondern auch die Zukunft formen kann.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Herbert George Wells
- Tätigkeit:
- britischer Schriftsteller, Historiker und Soziologe
- Epoche:
- Moderne
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- Emotion:
- Keine Emotion