Gedanken, die schockweise kommen, sind Gesindel. Gute Gedanken erscheinen in kleiner Gesellschaft. Ein göttlicher Gedanke kommt allein.
- Marie von Ebner-Eschenbach

Klugwort Reflexion zum Zitat
Die emotionale Wirkung dieses Zitats ist die einer Selbstbeobachtung und Kontemplation. Die Worte rufen ein Gefühl der Ungläubigkeit und Desillusionierung hervor, so als ob der Sprecher den Zustand der Gesellschaft und ihrer Werte in Frage stellen würde. Die Vorstellung, dass „Gedanken, die im Schock kommen“, schändlich sind, deutet auf eine tief sitzende Angst vor Konflikten und Spaltung hin, während die Vorstellung, dass „gute Gedanken in einer kleinen Gesellschaft auftauchen“, einen Pessimismus hinsichtlich der menschlichen Fähigkeit zu Mitgefühl und Verständnis impliziert. Die letzte Zeile des Zitats bietet jedoch einen Hoffnungsschimmer mit der Vorstellung, dass ein „göttlicher Gedanke“ allein kommt. Dies deutet auf die Möglichkeit einer transzendenten Kraft hin, die Veränderungen und Erleuchtung bewirken kann, selbst wenn sie gesellschaftlichen Normen und Erwartungen zuwiderläuft. Die gesamte emotionale Wirkung des Zitats ist von Traurigkeit und Desillusionierung geprägt, aber auch von der Sehnsucht nach etwas Größerem und Sinnvollerem.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Marie von Ebner-Eschenbach
- Tätigkeit:
- Österreichische Schriftstellerin
- Epoche:
- Realismus
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- Emotion:
- Überraschung