Früher habe ich ständig im Bett meditiert. Das war, als ich meine Tochter großzog und sie zur Schule brachte, und dann ging ich zurück ins Bett und meditierte. Abends tat ich das Gleiche und das war in dieser Zeit sehr gut, weil ich als alleinerziehende Mutter mit so vielen Dingen jonglieren musste.
- Alice Walker

Klugwort Reflexion zum Zitat
In diesem Zitat beschreibt Alice Walker eine Praxis der Meditation, die ihr half, mit den Herausforderungen des Lebens als alleinerziehende Mutter umzugehen. Die Meditation, die sie als eine Form der Selbstfürsorge und geistigen Auszeit ansieht, wird hier als ein Werkzeug der inneren Ruhe und Reflexion dargestellt. Diese Form der Achtsamkeit, die Walker inmitten der Anforderungen des täglichen Lebens ausübte, zeigt ihre Fähigkeit, inmitten von Chaos und Verantwortung ein Gefühl der Balance zu bewahren. /n/n Meditation wird oft als eine Praxis für spirituelle Erleuchtung oder als Methode zur inneren Heilung verstanden. Für Walker jedoch wurde sie zu einem praktischen Instrument, das ihr half, ihre Energie zu zentrieren und sich selbst nicht zu verlieren, während sie die vielen Rollen als Mutter und Frau jonglierte. Ihr Zitat erinnert uns daran, wie wichtig es ist, im hektischen Alltag Momente der Stille zu schaffen, um die eigene geistige Gesundheit zu pflegen. Es spricht auch zu der Notwendigkeit, in einer Welt, die von Verpflichtungen und Aufgaben geprägt ist, Räume für Selbstfürsorge und Reflektion zu schaffen. In gewisser Weise fordert sie uns heraus, unsere eigene Beziehung zu Ruhe und Achtsamkeit zu überdenken und zu erkennen, dass solche Praktiken nicht nur für spirituelle Suchende sind, sondern auch für diejenigen, die im Alltagsstress das Gefühl der Klarheit und Zentrierung benötigen.
Zitat Kontext
Alice Walker, eine bekannte Schriftstellerin, Dichterin und Aktivistin, ist vor allem für ihren Pulitzer-Preis-gekrönten Roman „Die Farbe Lila“ bekannt, in dem sie die Herausforderungen von Frauen im ländlichen Süden der USA thematisiert. Ihr Engagement für Frauenrechte und soziale Gerechtigkeit ist genauso prägend wie ihre persönliche Philosophie von Heilung und Selbstfindung. In diesem Zitat beleuchtet Walker ihre persönliche Praxis der Meditation, die in den stressigen Jahren als alleinerziehende Mutter eine wichtige Rolle spielte. /n/n Die Wahl, inmitten eines vollen Zeitplans regelmäßig zu meditieren, kann als Teil ihrer breiteren Haltung der Selbstfürsorge und des Widerstands gegen die überwältigenden Anforderungen des Lebens als Frau und Mutter gesehen werden. In einer Gesellschaft, die oft von Frauen erwartet, alles gleichzeitig zu leisten – als Mütter, Partnerinnen und Berufstätige – vermittelt Walker eine Botschaft der Selbstakzeptanz und Achtsamkeit. Die Meditation wird hier als ein Werkzeug für mentale und emotionale Gesundheit in einem anspruchsvollen Lebenskontext beschrieben, das die Fähigkeit zu erlangen, die Kontrolle über die eigene innere Welt zu behalten. Ihre Worte sind ein Aufruf an Frauen und alle, die mit den Herausforderungen des Lebens kämpfen, um sich Momente der Ruhe und Reflexion zu gönnen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Alice Walker
- Tätigkeit:
- US Schriftstellerin, Dichterin und Aktivistin
- Epoche:
- Digitale Ära
- Emotion:
- Keine Emotion