Ein nackter Affe hat mir noch nie soviel Mitleid eingeflößt wie ein Affe in seidenem Jäckchen, mit einem Barett auf dem Kopfe und einem kleinen Gewehr auf der Schulter.
- Marie von Ebner-Eschenbach

Klugwort Reflexion zum Zitat
Marie von Ebner-Eschenbach kritisiert in diesem Zitat die Absurdität und die Tragik, die entsteht, wenn Wesen oder Menschen in Rollen gezwungen werden, die ihrer Natur widersprechen. Der 'Affe in seidenem Jäckchen' steht symbolisch für eine groteske Überformung, die nicht nur unnatürlich, sondern auch lächerlich wirkt. Dieses Bild kann als Metapher für die menschliche Gesellschaft gelesen werden, in der soziale Rollen und Statussymbole oft mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen.
Das Zitat lädt dazu ein, über die Auswirkungen von gesellschaftlichen Erwartungen und Zwängen nachzudenken, die Menschen dazu zwingen, sich zu verstellen oder in unnatürliche Rollen zu schlüpfen. Es mahnt zu Authentizität und einem Leben, das im Einklang mit der eigenen Natur steht.
Zitat Kontext
Marie von Ebner-Eschenbach, eine der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts, war bekannt für ihre scharfsinnige Kritik an gesellschaftlichen Missständen. Dieses Zitat spiegelt ihre feinsinnige Beobachtungsgabe und ihre Fähigkeit wider, komplexe Themen wie die Verstellung und das Verhältnis zwischen Natur und Kultur in prägnanten Bildern auszudrücken.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Marie von Ebner-Eschenbach
- Tätigkeit:
- Österreichische Schriftstellerin
- Epoche:
- Realismus
- Mehr?
- Alle Marie von Ebner-Eschenbach Zitate
- Emotion:
- Keine Emotion