Ein Haupthindernis der Fortschritte des Menschengeschlechts ist, daß die Leute nicht auf die hören, welche am gescheitesten, sondern auf die, welche am lautesten reden.

- Arthur Schopenhauer

Arthur Schopenhauer

Klugwort Reflexion zum Zitat

Arthur Schopenhauer beleuchtet in diesem Zitat ein grundlegendes Problem der menschlichen Gesellschaft: Die Tendenz, Lautstärke und Präsenz mit Kompetenz zu verwechseln. Er kritisiert damit eine weit verbreitete menschliche Schwäche, sich von oberflächlichen Merkmalen wie rhetorischer Stärke oder Durchsetzungsvermögen beeindrucken zu lassen, anstatt denjenigen zuzuhören, die tatsächlich Weisheit und fundiertes Wissen besitzen.

Diese Einsicht ist besonders relevant in der heutigen Zeit, in der mediale Plattformen und öffentliche Diskurse oft diejenigen bevorzugen, die am lautesten und auffälligsten auftreten. Schopenhauers Aussage fordert uns dazu auf, die Qualität von Argumenten zu prüfen und nicht bloß auf die Lautstärke oder Häufigkeit, mit der Meinungen geäußert werden, zu reagieren. Es ist eine Mahnung, der Vernunft Vorrang vor der Emotionalität zu geben.

Zitat Kontext

Arthur Schopenhauer, ein einflussreicher Philosoph des 19. Jahrhunderts, war bekannt für seine pessimistischen Betrachtungen der menschlichen Natur und Gesellschaft. Dieses Zitat spiegelt seinen kritischen Blick auf die menschliche Neigung wider, Oberflächlichkeit über Substanz zu stellen. Es passt in den Kontext seiner Werke, in denen er die Verblendungen des Alltags und die Hindernisse für wahres Wissen und Fortschritt thematisiert, wie in 'Die Welt als Wille und Vorstellung'.

Daten zum Zitat

Autor:
Arthur Schopenhauer
Tätigkeit:
deutscher Philosoph
Epoche:
Moderne
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Emotion:
Keine Emotion