Du kennst diese große Pause, die über die Dinge kommt, bevor die Dämmerung einsetzt und sogar der Wind in den Bäumen aufhört. Für mich hat diese abendliche Stille immer etwas Erwartungsvolles an sich.

- Herbert George Wells

Herbert George Wells

Klugwort Reflexion zum Zitat

H.G. Wells beschreibt in diesem Zitat einen Moment von außergewöhnlicher Ruhe und Symbolik: die Stille kurz vor der Dämmerung.

Diese ‚große Pause‘ wirkt wie eine Schwelle zwischen dem Vergehen des Tages und dem Anbruch der Nacht. Sie lädt zur Reflexion ein, denn in der scheinbaren Bewegungslosigkeit liegt eine tiefe Spannung, eine Erwartung auf das, was kommen könnte. Für Wells könnte diese Stille auch als Metapher für die Übergänge im Leben stehen – jene Momente, in denen etwas Altes endet und etwas Neues beginnt.

Die Beschreibung vermittelt eine universelle Erfahrung, die jeder kennt, aber selten bewusst wahrnimmt. Diese Reflexion über den Abend lädt ein, die Schönheit und das Geheimnis solcher Übergänge zu schätzen. Es ist ein Moment, in dem die Natur und die Zeit selbst innezuhalten scheinen, um Platz für einen Neubeginn zu schaffen. Gleichzeitig fordert das Zitat dazu auf, aufmerksam und achtsam zu sein, denn gerade in der Stille liegt oft die tiefste Bedeutung.

Das Zitat inspiriert, solche Momente der Stille im eigenen Leben bewusst zu erleben und sie nicht nur als Übergänge, sondern als Gelegenheiten zur Besinnung und Erneuerung zu nutzen. Es regt an, in der Ruhe nicht nur Entspannung, sondern auch eine Quelle von Kreativität und innerem Frieden zu sehen.

Zitat Kontext

Herbert George Wells, bekannt als H.G. Wells, war ein bedeutender Schriftsteller des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, der nicht nur für seine Science-Fiction-Werke, sondern auch für seine philosophischen und gesellschaftlichen Reflexionen bekannt ist.

Dieses Zitat zeigt eine poetische Seite von Wells, die oft in seinen weniger bekannten Werken auftaucht. Es spiegelt seinen Hang zur Beobachtung der natürlichen Welt wider, die er nicht nur als Kulisse, sondern als Quelle von Bedeutungen und Inspiration wahrnahm. Der Moment der Stille vor der Dämmerung könnte in einem größeren Zusammenhang mit Wells’ Interesse an Übergängen und Transformationen stehen, Themen, die auch in seinen wissenschaftlichen und futuristischen Visionen eine Rolle spielen.

Historisch betrachtet lebte Wells in einer Zeit des Wandels, geprägt von technologischen Fortschritten und gesellschaftlichen Umbrüchen. Diese ‚abendliche Stille‘ könnte als eine Metapher für die Spannung dieser Epoche interpretiert werden, in der die Menschheit zwischen Tradition und Fortschritt, zwischen Sicherheit und Ungewissheit stand.

Auch heute ist dieses Zitat von Bedeutung. In einer hektischen Welt, in der Ruhe und Stille oft übersehen werden, erinnert Wells daran, die Schönheit und das Potenzial in scheinbar einfachen, stillen Momenten zu entdecken. Es ist eine Einladung, die Übergänge im Leben nicht nur zu akzeptieren, sondern sie als Chance für Reflexion und Erwartung auf das Kommende zu betrachten.

Daten zum Zitat

Autor:
Herbert George Wells
Tätigkeit:
britischer Schriftsteller, Historiker und Soziologe
Epoche:
Moderne
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Emotion:
Keine Emotion