Dies ist der oberste Grundsatz und die Weisheit eines gutgesinnten Menschen, dass die Interessen der Bürger nicht auseinandergehen und alle zusammenhalten durch dieselbe Gerechtigkeit.

- Cicero

Cicero

Klugwort Reflexion zum Zitat

Cicero formuliert hier eine zentrale Einsicht über gesellschaftlichen Zusammenhalt: Wahre Gerechtigkeit sollte nicht spalten, sondern vereinen.

In einer funktionierenden Gesellschaft dürfen die Interessen einzelner Gruppen nicht zu stark voneinander abweichen, sonst drohen Konflikte und Instabilität. Eine gerechte Ordnung sorgt dafür, dass alle Bürger sich als Teil eines gemeinsamen Ganzen fühlen.

Das Zitat fordert uns dazu auf, über aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen nachzudenken. Sind unsere modernen Gesellschaften noch durch eine gemeinsame Gerechtigkeitsvorstellung verbunden? Oder erleben wir zunehmend eine Fragmentierung, in der verschiedene Gruppen nur ihre eigenen Interessen verfolgen?

Cicero erinnert daran, dass wahre Gerechtigkeit nicht im Vorteil für Einzelne besteht, sondern darin, eine gerechte Balance für alle herzustellen.

Zitat Kontext

Cicero war ein Verfechter republikanischer Prinzipien und betonte die Bedeutung von Recht, Gerechtigkeit und Gemeinwohl für eine stabile Gesellschaft.

Seine politische Philosophie beeinflusste spätere Denker wie John Locke und Montesquieu, die moderne Verfassungsstaaten mitgestalteten.

Besonders in Zeiten sozialer Spannungen bleibt seine Einsicht bedeutsam. Moderne Demokratien stehen vor der Herausforderung, zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen eine gemeinsame Basis der Gerechtigkeit zu schaffen, die nicht nur einzelnen Interessen dient, sondern das Gemeinwohl im Blick hat.

Ciceros Zitat ist eine Mahnung, dass eine gerechte Gesellschaft nicht durch Spaltung, sondern durch das Streben nach gemeinsamer Fairness Bestand hat.

Daten zum Zitat

Autor:
Cicero
Tätigkeit:
römischer Staatsmann, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph
Epoche:
Klassische Antike
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Emotion:
Keine Emotion