Die Lage dessen, der durch Not beschwert ist, ist eine andere als die dessen, der bessere Lebensumstände erstrebt, ohne dass die seinigen unglücklich wären.

- Cicero

Cicero

Klugwort Reflexion zum Zitat

Cicero unterscheidet in diesem Zitat zwischen Menschen, die aus echter Not handeln, und solchen, die aus einem Streben nach mehr Wohlstand agieren, obwohl es ihnen bereits gut geht. Diese Unterscheidung verdeutlicht, dass Motivation und Ausgangslage das Verhalten und die Entscheidungen von Menschen maßgeblich beeinflussen.

Diese Reflexion fordert dazu auf, die eigenen Beweggründe zu hinterfragen. Streben wir nach Verbesserung aus echter Notwendigkeit oder aus bloßem Wunsch nach mehr? Cicero mahnt, dass der Drang nach mehr Besitz und Status nicht immer legitim oder notwendig ist.

In einer Konsumgesellschaft, die oft von ständigem Streben nach mehr geprägt ist, bleibt diese Einsicht relevant. Sie fordert zur Bescheidenheit und zur bewussten Reflexion über eigene Bedürfnisse und Ziele auf.

Das Zitat regt dazu an, Mitgefühl für Menschen in Not zu entwickeln und das eigene Streben nach Wohlstand kritisch zu hinterfragen.

Zitat Kontext

Marcus Tullius Cicero (106–43 v. Chr.) war ein römischer Staatsmann, Redner und Philosoph. In seinen Schriften setzte er sich intensiv mit ethischen und politischen Fragen auseinander.

Das Zitat spiegelt Ciceros philosophische Überlegungen zur menschlichen Motivation wider. In der römischen Gesellschaft, die stark von Status und Reichtum geprägt war, plädierte er für Maßhalten und Vernunft.

Seine Gedanken bleiben aktuell, da sie zur Reflexion über soziale Gerechtigkeit und das Streben nach Wohlstand aufrufen.

Daten zum Zitat

Autor:
Cicero
Tätigkeit:
römischer Staatsmann, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph
Epoche:
Klassische Antike
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Emotion:
Keine Emotion