Die Gerechtigkeit wird zu Recht als blind dargestellt, weil sie keinen Unterschied zwischen den Beteiligten sieht. Sie hat nur eine Waage und ein Gewicht für Reich und Arm, Groß und Klein.

- William Penn

William Penn

Klugwort Reflexion zum Zitat

Penn beschreibt hier das Ideal der Gerechtigkeit als ein Prinzip der absoluten Gleichheit.

Die blinde Justitia symbolisiert, dass Recht nicht nach Herkunft, Reichtum oder sozialem Status urteilen sollte, sondern allein nach Wahrheit und Gerechtigkeit. Dies ist das Fundament eines funktionierenden Rechtsstaats, das jedoch in der Realität oft schwer zu erreichen ist.

Das Zitat fordert uns auf, über die tatsächliche Umsetzung dieses Ideals nachzudenken. Ist Gerechtigkeit wirklich blind? Oder beeinflussen Macht und soziale Strukturen die Rechtsprechung mehr, als wir zugeben wollen?

Penn erinnert uns daran, dass echte Gerechtigkeit nicht nur ein Konzept ist, sondern eine tägliche Herausforderung – eine, die wir ständig überprüfen müssen, um sie vor Korruption und Ungleichheit zu schützen.

Zitat Kontext

William Penn war ein englischer Quäker und Gründer der Kolonie Pennsylvania, bekannt für seine Ideen zur religiösen Toleranz und Rechtsstaatlichkeit.

Sein Zitat steht in der Tradition der Aufklärung, die eine gerechte Gesellschaft forderte, in der Gesetze für alle gleichermaßen gelten. Schon Aristoteles beschrieb Gerechtigkeit als Prinzip der Gleichheit vor dem Gesetz, eine Idee, die später in modernen Demokratien verankert wurde.

Auch heute bleibt seine Mahnung relevant. In vielen Ländern ist das Rechtssystem nicht völlig neutral, sondern wird durch wirtschaftliche und soziale Faktoren beeinflusst. Penn fordert uns auf, nicht nur an das Ideal der Gerechtigkeit zu glauben, sondern aktiv dafür einzutreten, dass sie in der Praxis wirklich für alle gleichermaßen gilt.

Daten zum Zitat

Autor:
William Penn
Tätigkeit:
englischer Quäker, Kolonialadministrator und Schriftsteller
Epoche:
Aufklärung
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Emotion:
Keine Emotion