Die "Dritte Welt" ist ein Begriff, den ich nicht besonders mag, weil wir alle eine Welt sind. Ich möchte, dass die Menschen wissen, dass der größte Teil der Menschheit leidet.
- Audrey Hepburn

Klugwort Reflexion zum Zitat
Audrey Hepburn’s Zitat stellt eine fundamentale Kritik an der Trennung der Welt in 'Erste', 'Zweite' und 'Dritte' Welt dar, wie sie häufig in politischen und gesellschaftlichen Diskursen verwendet wird. Hepburn, die selbst als UNICEF-Botschafterin unermüdlich für die Rechte von Kindern und für humanitäre Hilfe arbeitete, sieht diese Kategorisierung als eine Vereinfachung, die die Menschheit unnötig in 'wir' und 'die anderen' unterteilt. Ihre Haltung spiegelt eine tiefere ethische Überzeugung wider: Dass wir als Menschheit miteinander verbunden sind und das Leiden von Millionen nicht durch geografische oder politische Grenzen separiert werden sollte. Hepburn fordert uns hier zu einer globaleren Perspektive auf, die nicht nur die privilegierten Teile der Weltgesellschaft berücksichtigt, sondern auch die Notlagen der vielen, die in Armut, Krankheit und Unterdrückung leben. Die Idee, dass 'der größte Teil der Menschheit leidet', ist eine Erinnerung daran, wie viele Menschen weltweit täglich mit existenziellen Herausforderungen konfrontiert sind, die zu oft aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwinden. Ihre Botschaft regt dazu an, über unseren eigenen Standpunkt hinauszuschauen und die globalen Ungleichgewichte zu erkennen, die unser Verständnis von Wohlstand und Fortschritt verzerren. Hepburn’s Aufruf fordert uns zu Empathie und Verantwortung auf – eine Einladung, das Leid der Welt nicht zu ignorieren, sondern aktiv daran teilzuhaben, es zu lindern.
Zitat Kontext
Audrey Hepburn war nicht nur eine gefeierte Schauspielerin, sondern auch eine engagierte Humanistin, die sich intensiv für die Rechte der Kinder und die Verbesserung der Lebensbedingungen in benachteiligten Regionen der Welt einsetzte. Während ihrer Tätigkeit als UNICEF-Botschafterin bereiste sie zahlreiche Entwicklungsländer und setzte sich für die Bedürfnisse von Kindern in Afrika, Asien und Lateinamerika ein. Hepburn kritisierte den Begriff der 'Dritten Welt', weil er eine unnötige Hierarchie schafft und die Menschheit in 'überlegen' und 'unterlegen' unterteilt. In einer Zeit, als der Kalte Krieg und die ideologische Spaltung zwischen Ost und West die politische Welt beherrschten, wurde die Welt oft nach wirtschaftlichen und politischen Kriterien eingeteilt. Hepburn stellte sich gegen diese Kategorisierung, die das Leid der Menschen auf der Grundlage von geographischen und politischen Grenzen verharmloste. Ihr Engagement für UNICEF und ihre ständige Aufmerksamkeit auf das Leid der weltweit benachteiligten Menschen machten sie zu einer der bekanntesten humanitären Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Hepburn’s Zitat bleibt auch heute noch hoch relevant, da es uns daran erinnert, dass die Herausforderungen, denen sich viele Menschen weltweit stellen müssen – Armut, Krieg, Krankheit und Unterdrückung – universelle Probleme sind, die uns alle betreffen. Sie fordert eine Perspektive der Solidarität, die uns nicht nur auf unser eigenes Wohl, sondern auch auf das Wohl der globalen Gemeinschaft verpflichtet.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Audrey Hepburn
- Tätigkeit:
- britisch-niederl. Schauspieleri
- Epoche:
- Nachkriegszeit
- Emotion:
- Keine Emotion