Der Staatsdienst muß zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut sind, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.

- Cicero

Cicero

Klugwort Reflexion zum Zitat

Ciceros Zitat stellt eine klare und zeitlose Forderung an die Verantwortlichen im Staatsdienst: Ihre Aufgabe ist es, im Interesse des Volkes zu handeln, nicht in ihrem eigenen.

Es hebt das Ideal des Gemeinwohls hervor und betont die Verantwortung, die mit Macht und Autorität einhergeht. Statt egoistischer Interessen sollten Verantwortliche die Bedürfnisse und das Wohl der Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellen.

Das Zitat ist eine Mahnung, Korruption, Machtmissbrauch und persönliche Bereicherung in öffentlichen Ämtern zu vermeiden. Es fordert Integrität, Transparenz und eine echte Hingabe an das Gemeinwohl.

Für den Leser dient diese Aussage als Erinnerung, die politischen und gesellschaftlichen Führungspersönlichkeiten kritisch zu hinterfragen und sie an den Prinzipien des Gemeinwohls zu messen. Es ruft auch dazu auf, selbst Verantwortung zu übernehmen und für eine gerechtere und transparentere Gesellschaft einzutreten.

Zitat Kontext

Cicero, ein Staatsmann und Philosoph im antiken Rom, war ein entschiedener Verfechter der Rechtsstaatlichkeit und der republikanischen Prinzipien. Dieses Zitat entstammt seiner politischen Philosophie, die sich gegen Tyrannei und Machtmissbrauch richtete.

Im historischen Kontext war Cicero Zeuge von politischen Intrigen und Korruption in der späten Römischen Republik, was seine Überzeugung stärkte, dass Staatsführung im Dienst des Volkes stehen muss.

Philosophisch passt das Zitat in die Tradition der stoischen Ethik und republikanischen Werte, die auf Gerechtigkeit und Verantwortung basieren.

Auch heute ist diese Botschaft von hoher Relevanz. Sie erinnert daran, dass politische Macht kein Selbstzweck ist, sondern ein Dienst am Volk sein sollte. Es ist ein Appell an Verantwortungsträger, ihrem Auftrag mit Integrität nachzukommen, und an Bürger, wachsam gegenüber Machtmissbrauch zu bleiben.

Daten zum Zitat

Autor:
Cicero
Tätigkeit:
römischer Staatsmann, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph
Epoche:
Klassische Antike
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Emotion:
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