Der Krieg einer Gemeinschaft - ganzer Völker und namentlich gebildeter Völker - geht immer von einem politischen Zustande aus und wird nur durch ein politisches Motiv hervorgerufen. Er ist also ein politischer Akt.
- Carl von Clausewitz

Klugwort Reflexion zum Zitat
Clausewitz beschreibt Krieg als eine logische Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.
Krieg entsteht nicht aus dem Nichts oder rein aus Emotionen, sondern aus politischen Interessen und Spannungen zwischen Staaten oder Gruppen. Dies bedeutet, dass hinter jedem Krieg strategische Überlegungen, Machtfragen und wirtschaftliche oder ideologische Konflikte stehen.
Sein Zitat fordert dazu auf, Krieg nicht isoliert als ein reines Gewaltphänomen zu betrachten, sondern als ein bewusst gesteuertes Instrument der Politik. Dies wirft eine kritische Frage auf: Ist Krieg immer vermeidbar, oder gehört er unausweichlich zur Struktur der Machtpolitik?
Auch heute bleibt Clausewitz’ Gedanke aktuell. Viele moderne Konflikte basieren nicht nur auf nationalen Interessen, sondern auch auf geopolitischen Strategien. Sein Zitat erinnert uns daran, dass hinter militärischen Auseinandersetzungen oft tiefere politische Ursachen stehen, die analysiert und verstanden werden müssen, um sie zu vermeiden oder zu lösen.
Zitat Kontext
Carl von Clausewitz (1780–1831) war ein preußischer General und Militärtheoretiker. Sein Hauptwerk ‚Vom Kriege‘ zählt bis heute zu den einflussreichsten Schriften der Strategie und Kriegsführung.
Das Zitat spiegelt seine zentrale These wider: Krieg ist keine isolierte Handlung, sondern ein Mittel der Politik. Diese Sichtweise entstand in einer Zeit, in der Europa von den Napoleonischen Kriegen geprägt war. Clausewitz beobachtete, wie Kriege nicht zufällig, sondern aus politischen Interessen heraus geführt wurden.
Seine Analyse hat sich bis heute bewährt. Die meisten modernen Kriege – ob wirtschaftlich, ideologisch oder territorial motiviert – beruhen auf politischen Zielsetzungen. Sein Gedanke ist daher essenziell für das Verständnis internationaler Konflikte.
Clausewitz’ Worte fordern dazu auf, nicht nur die sichtbare Gewalt zu betrachten, sondern immer nach den politischen Ursachen eines Krieges zu fragen. Seine Theorie bleibt eine wichtige Grundlage für Friedensforschung und strategische Analysen weltweiter Konflikte.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Carl von Clausewitz
- Tätigkeit:
- preuß. General, Militärtheoretiker
- Epoche:
- Moderne
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- Emotion:
- Keine Emotion