Der Gelehrte erwirbt sich mehr blindes Zutrauen als der Scharfsinnige, weil jenem nur der Gelehrtere, diesem jeder widersprechen kann.
- Jean Paul

Klugwort Reflexion zum Zitat
Jean Paul beschreibt in diesem Zitat die unterschiedliche Wahrnehmung von Autorität und Scharfsinn. Der Gelehrte genießt oft blindes Vertrauen, da seine Expertise schwer zu überprüfen ist. Der Scharfsinnige hingegen, dessen Intelligenz leicht nachvollziehbar ist, wird eher hinterfragt. Diese Beobachtung wirft Fragen über die Natur von Vertrauen und Kritik auf.
Das Zitat regt dazu an, kritisch über die Grundlage unseres Vertrauens nachzudenken. Wie oft schenken wir Autoritäten Glauben, ohne sie zu hinterfragen, während wir Menschen, die uns intellektuell herausfordern, mit Skepsis begegnen? Jean Paul zeigt, dass wahres Verständnis nicht in blindem Vertrauen, sondern in kritischem Denken liegt. Seine Worte fordern uns auf, mutig zu hinterfragen, statt uns von akademischem oder gesellschaftlichem Status beeindrucken zu lassen.
Zitat Kontext
Jean Paul, ein Meister der Romantik, war bekannt für seine scharfen Beobachtungen über die menschliche Natur und Gesellschaft. Dieses Zitat spiegelt seine kritische Haltung gegenüber blinder Autorität wider, die er als hinderlich für wahres Verständnis ansah.
In einer Zeit, in der akademisches Wissen zunehmend an Bedeutung gewann, mahnte Jean Paul, die Grundlage von Autorität zu hinterfragen. Seine Worte sind auch heute relevant, da sie uns daran erinnern, dass Bildung und Scharfsinn zusammenwirken müssen. Nur durch kritisches Denken und die Bereitschaft, Autoritäten infrage zu stellen, können wir wahres Wissen erlangen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Jean Paul
- Tätigkeit:
- deutscher Schriftsteller
- Epoche:
- Romantik
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- Emotion:
- Keine Emotion