Der Dämon des Besitzes verpestet alles, was er berührt. Ein Reicher will überall den Herren spielen und befindet sich nirgends wohl, wo er ist. So ist er genötigt, stets vor sich selber auf der Flucht zu sein.
- Jean-Jacques Rousseau

Klugwort Reflexion zum Zitat
Jean-Jacques Rousseau kritisiert in diesem Zitat den zerstörerischen Einfluss von Besitz und Reichtum auf den Menschen. Er beschreibt, wie das Streben nach Eigentum und Macht Menschen entfremden kann – sowohl von anderen als auch von sich selbst.
Diese Einsicht fordert uns auf, über unser Verhältnis zu Besitz nachzudenken. Macht Reichtum wirklich glücklich? Oder führt er dazu, dass Menschen immer mehr haben wollen und sich dadurch selbst verlieren? Rousseau zeigt, dass ein Mensch, der von Besitz besessen ist, nie wirklich zufrieden sein kann – denn sein Verlangen ist unersättlich.
Seine Worte sind auch eine Warnung vor sozialer Ungleichheit. Wenn Besitz zur obersten Priorität wird, leiden Gemeinschaft und Menschlichkeit. Wer sich nur über materiellen Reichtum definiert, wird letztlich innerlich leer bleiben.
In einer Welt, die stark von Konsum geprägt ist, bleibt Rousseaus Gedanke hochaktuell. Er erinnert uns daran, dass wahres Glück nicht aus Besitz, sondern aus innerer Zufriedenheit entsteht. Wer ständig nach mehr strebt, lebt in einem Kreislauf der Unzufriedenheit. Sein Zitat ist eine Mahnung, dass Besitz nicht die Seele beherrschen sollte – sondern umgekehrt.
Zitat Kontext
Jean-Jacques Rousseau (1712–1778) war ein bedeutender Denker der Aufklärung, der sich mit den Themen Freiheit, Gesellschaft und Naturzustand beschäftigte. Er kritisierte die soziale Ungleichheit und das korrumpierende Potenzial von Reichtum.
Dieses Zitat steht im Kontext seiner Überzeugung, dass Besitz und Macht den Menschen oft entfremden. In seinem Werk 'Der Gesellschaftsvertrag' argumentiert er, dass wahre Freiheit nicht in materiellem Besitz, sondern in Gleichheit und sozialer Harmonie liegt.
Seine Worte sind heute besonders in Zeiten wachsender sozialer Ungleichheit von Bedeutung. Rousseau erinnert uns daran, dass wahres Glück nicht in Reichtum liegt, sondern in einem einfachen, erfüllten Leben. Sein Zitat ist eine zeitlose Warnung vor den Gefahren des übermäßigen Materialismus.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Jean-Jacques Rousseau
- Tätigkeit:
- französischsprachiger Schriftsteller, Philosoph und Pädagoge
- Epoche:
- Aufklärung
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- Emotion:
- Keine Emotion