Klugwort Reflexion zum Zitat
Ciceros Zitat beschreibt das Gesetz als eine universelle, vernunftgeleitete Ordnung, die von einer höheren, göttlichen Instanz abgeleitet ist.
Diese Sichtweise verbindet Recht mit Moral und betont, dass Gesetze nicht willkürlich sind, sondern auf Prinzipien des Guten und Ehrbaren beruhen sollten. Ein gerechtes Gesetz ist demnach kein bloßes Machtinstrument, sondern eine Ausdrucksform höherer Vernunft.
Dieses Konzept stellt eine interessante Frage: Ist das moderne Recht noch an ethische Prinzipien gebunden, oder dient es oft nur pragmatischen oder wirtschaftlichen Interessen?
Das Zitat fordert uns auf, über die Beziehung zwischen Recht und Moral nachzudenken. Inwiefern sollten Gesetze universellen ethischen Prinzipien folgen? Und wie können wir sicherstellen, dass sie nicht nur den Mächtigen dienen, sondern tatsächlich das 'Ehrbare' fördern?
Zitat Kontext
Cicero war einer der bedeutendsten römischen Philosophen und Staatsmänner. In seinen Schriften zur Rechtsphilosophie argumentierte er, dass Gesetze nicht willkürlich von Herrschenden erlassen werden sollten, sondern einer höheren, vernunftgeleiteten Ordnung entspringen.
Seine Ideen beeinflussten stark die spätere Rechtsphilosophie, insbesondere das Naturrecht, das in der Aufklärung eine zentrale Rolle spielte. Das Prinzip, dass Gesetze auf Vernunft und Gerechtigkeit basieren müssen, findet sich in vielen modernen Verfassungen wieder.
Auch heute bleibt seine Idee relevant, insbesondere in Debatten über die Legitimität von Gesetzen. Wenn Gesetze als gerecht empfunden werden sollen, müssen sie nicht nur funktional sein, sondern auch einer höheren ethischen Logik folgen, die über das bloße Durchsetzen von Macht hinausgeht.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Cicero
- Tätigkeit:
- römischer Staatsmann, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph
- Epoche:
- Klassische Antike
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- Emotion:
- Keine Emotion