Bitterste Armut zu verhüten ist wichtig: den Besitz derer zu vermehren, die ohnehin schon zuviel haben, ist nutzlose Kraftvergeudung.
- Bertrand Russell

Klugwort Reflexion zum Zitat
Bertrand Russells Zitat bringt eine klare soziale und ethische Botschaft zum Ausdruck: Die Priorität einer gerechten Gesellschaft sollte darin liegen, die extreme Armut zu bekämpfen und nicht die ohnehin schon Reichen weiter zu bereichern. Es wirft die Frage auf, wie Ressourcen sinnvoll verteilt werden können, um das Wohl aller zu fördern, anstatt die Ungleichheit zu verschärfen.
Dieses Zitat lädt zur Reflexion über die heutigen sozialen und wirtschaftlichen Strukturen ein. In einer Welt, in der Reichtum oft ungleich verteilt ist, bleibt Russells Aussage hochaktuell. Sie betont, dass das Streben nach mehr Besitz und Reichtum für die Wohlhabenden nicht nur unnötig, sondern auch kontraproduktiv ist, wenn gleichzeitig grundlegende Bedürfnisse vieler Menschen unerfüllt bleiben. Es ist ein Aufruf, die menschlichen und materiellen Ressourcen auf die Lösung drängender Probleme zu konzentrieren, wie die Bekämpfung von Armut, Hunger und sozialer Ungerechtigkeit.
Russells Worte erinnern daran, dass wahre gesellschaftliche Fortschritte nicht durch die Akkumulation von Wohlstand, sondern durch die Verbesserung der Lebensbedingungen aller erreicht werden. Sie inspirieren dazu, soziale Verantwortung zu übernehmen und aktiv daran mitzuwirken, eine gerechtere und nachhaltigere Gesellschaft zu schaffen.
Zitat Kontext
Bertrand Russell, ein einflussreicher Philosoph und Sozialkritiker, war bekannt für seine scharfen Analysen gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ungleichheiten. Dieses Zitat spiegelt seine Überzeugung wider, dass moralischer Fortschritt darin besteht, die menschliche Not zu lindern, anstatt den Reichtum einer privilegierten Minderheit zu mehren.
Historisch gesehen entstand dieses Zitat in einer Zeit, in der Industrialisierung und Kapitalismus enorme wirtschaftliche Ungleichheiten geschaffen hatten. Russells Kritik richtet sich gegen ein System, das oft Ressourcen in die Förderung von Luxus und Überfluss lenkt, während Grundbedürfnisse für viele unerfüllt bleiben.
In der heutigen Welt, in der wirtschaftliche Ungleichheit ein drängendes globales Problem bleibt, sind Russells Worte eine kraftvolle Erinnerung an die Notwendigkeit, Prioritäten neu zu setzen. Sie fordern dazu auf, Wohlstand als Mittel zur Förderung des Gemeinwohls zu betrachten und nicht als Selbstzweck. Sein Zitat ist ein zeitloser Appell an die Menschheit, soziale Gerechtigkeit über egoistischen Profit zu stellen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Bertrand Russell
- Tätigkeit:
- brit. Philosoph, Mathematiker, Logiker, Historiker, Schriftsteller
- Epoche:
- Moderne
- Emotion:
- Keine Emotion