Klugwort Reflexion zum Zitat
Gandhi kritisiert hier nicht die Technologie an sich, sondern die Art und Weise, wie sie eingesetzt wird. Maschinen könnten ein Werkzeug für Fortschritt und Erleichterung sein, doch in seiner Zeit (und auch heute) profitieren vor allem wenige davon, während viele ausgebeutet werden.
Dieses Zitat verweist auf die sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheiten, die durch Industrialisierung und Automatisierung entstehen. Während Maschinen große Produktionssteigerungen ermöglichen, werden oft Arbeitsplätze vernichtet oder Menschen in unmenschlichen Arbeitsbedingungen ausgebeutet.
Die Frage, die Gandhi stellt, ist auch heute noch relevant: Wem dient der technologische Fortschritt? Kommt er der gesamten Gesellschaft zugute, oder verstärkt er bestehende Ungleichheiten? Seine Worte fordern dazu auf, Technologie nicht nur als neutral zu betrachten, sondern ihre sozialen Folgen kritisch zu hinterfragen.
Das Zitat erinnert uns daran, dass Maschinen Werkzeuge sind – es liegt an uns, wie wir sie einsetzen. Werden sie zum Wohl aller genutzt, oder dienen sie nur einer privilegierten Elite? Gandhi mahnt, dass Fortschritt nicht nur an technischer Entwicklung, sondern an sozialer Gerechtigkeit gemessen werden sollte.
Zitat Kontext
Mahatma Gandhi (1869–1948) war einer der bedeutendsten Anführer der indischen Unabhängigkeitsbewegung und ein Verfechter von Gewaltlosigkeit und sozialer Gerechtigkeit.
Dieses Zitat steht im Kontext seiner Kritik an der britischen Kolonialherrschaft und der Industrialisierung Indiens. Gandhi setzte sich für eine auf Selbstversorgung basierende Wirtschaft ein, die auf Handwerk und lokalen Ressourcen beruhte, anstatt von großen Maschinen und ausbeuterischen Fabriken abhängig zu sein.
Zur Zeit der Industrialisierung wuchsen die sozialen Ungleichheiten enorm. Während einige wenige von den technologischen Fortschritten profitierten, litten Millionen unter schlechten Arbeitsbedingungen und wirtschaftlicher Abhängigkeit. Gandhi sah in der Mechanisierung nicht per se eine Gefahr, sondern in ihrer falschen Anwendung – ein Gedanke, der auch heute noch gilt.
Mit der zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung unserer Zeit stellt sich erneut die Frage: Werden Maschinen genutzt, um das Leben aller zu verbessern, oder nur, um die Gewinne einzelner Unternehmen zu maximieren? Gandhis Kritik bleibt daher hochaktuell und fordert uns auf, Technologie ethisch und sozial verantwortlich einzusetzen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Mahatma Gandhi
- Tätigkeit:
- Politiker, Freiheitskämpfer, Philosoph
- Epoche:
- Moderne
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- Emotion:
- Keine Emotion