Wer kein Sklave sein will, muss zustimmen, keinen Sklaven zu haben. Wer anderen die Freiheit verweigert, verdient sie nicht für sich selbst und kann sie unter einem gerechten Gott nicht lange bewahren.
- Abraham Lincoln

Klugwort Reflexion zum Zitat
Abraham Lincoln formuliert in diesem Zitat ein universelles Prinzip der Gerechtigkeit: Wer Freiheit für sich selbst beansprucht, muss sie auch anderen zugestehen. Jeder, der anderen ihre Rechte verweigert, untergräbt damit seine eigene moralische Legitimität.
Diese Idee geht über die historische Sklaverei hinaus und lässt sich auf viele gesellschaftliche Fragen anwenden. Freiheit kann nicht exklusiv sein – sie ist nur dann echt, wenn sie für alle gilt. Sobald eine Gruppe beginnt, ihre eigene Freiheit über die der anderen zu stellen, führt dies zu Ungerechtigkeit und langfristig zum Zerfall eines moralischen Systems.
Das Zitat fordert uns auf, über unsere eigenen Werte nachzudenken. Sind wir konsequent in unserem Gerechtigkeitssinn? Unterstützen wir Freiheit nur dann, wenn sie uns nützt, oder auch dann, wenn sie anderen zugutekommt?
Letztendlich erinnert Lincoln daran, dass wahre Freiheit mit Verantwortung einhergeht. Wer ein gerechtes System bewahren will, muss bereit sein, die gleichen Rechte für alle zu verteidigen – unabhängig von persönlichen Interessen.
Zitat Kontext
Abraham Lincoln (1809–1865) war der 16. Präsident der Vereinigten Staaten und führte das Land durch den Amerikanischen Bürgerkrieg. Er war ein entschiedener Gegner der Sklaverei und spielte eine zentrale Rolle bei ihrer Abschaffung.
Das Zitat steht im Kontext seiner moralischen und politischen Argumentation gegen die Sklaverei. Lincoln erkannte, dass eine Nation, die sich auf Freiheit gründet, nicht glaubwürdig sein kann, wenn sie bestimmten Menschen diese Freiheit verweigert.
Zur Zeit Lincolns war die Sklaverei eines der zentralen Konfliktthemen der USA. Seine berühmte Gettysburg-Rede und die Emanzipationsproklamation brachten seine Überzeugung klar zum Ausdruck: Ein gerechter Staat kann nur dann bestehen, wenn Freiheit für alle gilt.
Auch heute bleibt seine Botschaft aktuell. Die Frage nach Freiheit und Gerechtigkeit stellt sich immer wieder in verschiedenen Formen – sei es in Fragen der Menschenrechte, Gleichberechtigung oder sozialer Gerechtigkeit. Lincolns Worte sind eine Mahnung, dass wahre Freiheit nur dann Bestand hat, wenn sie für jeden Menschen gilt.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Abraham Lincoln
- Tätigkeit:
- Politiker, Anwalt, 16. Präsident der Vereinigten Staaten
- Epoche:
- Realismus
- Mehr?
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- Emotion:
- Keine Emotion