Wer hat sich nicht schon hundertmal dabei ertappt, dass er eine niederträchtige oder dumme Handlung begangen hat, nur weil er weiß, dass er es nicht tun sollte?
- Edgar Allan Poe

Klugwort Reflexion zum Zitat
Edgar Allan Poe beschreibt in diesem Zitat eine tief verwurzelte menschliche Eigenschaft: den Drang, aus reiner Rebellion gegen das Verbotene oder Unerlaubte zu handeln. Dieses Verhalten spiegelt den inneren Konflikt zwischen Vernunft und Impulsivität wider. Die Erkenntnis, etwas nicht tun zu sollen, kann paradoxerweise das Verlangen verstärken, es dennoch zu tun.
Diese Reflexion fordert dazu auf, über das menschliche Bedürfnis nach Freiheit und Selbstbestimmung nachzudenken. Poe zeigt, dass Verbote oft nicht nur abschrecken, sondern auch provozieren können. Dieser Drang nach Selbstbehauptung und Kontrolle über das eigene Handeln kann jedoch destruktiv sein, wenn er unreflektiert ausgelebt wird.
In einer Gesellschaft, die durch Regeln und soziale Normen geprägt ist, bleibt diese Botschaft aktuell. Sie mahnt dazu, die eigenen Impulse zu hinterfragen und bewusste Entscheidungen zu treffen.
Das Zitat inspiriert dazu, sich mit den eigenen Beweggründen auseinanderzusetzen und Impulsen nicht unreflektiert nachzugeben.
Zitat Kontext
Edgar Allan Poe (1809–1849) war ein amerikanischer Schriftsteller, bekannt für seine düsteren und psychologisch tiefgründigen Werke. Er beschäftigte sich intensiv mit den dunklen Seiten der menschlichen Psyche.
Dieses Zitat spiegelt Poes Interesse an den irrationalen Trieben des Menschen wider. Er erkannte früh, dass das Verbotene oft eine besondere Anziehungskraft ausübt.
Seine Gedanken bleiben relevant, da sie zur Reflexion über den inneren Konflikt zwischen Vernunft und Impulsivität anregen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Edgar Allan Poe
- Tätigkeit:
- US Schriftsteller
- Epoche:
- Romantik
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- Emotion:
- Keine Emotion