Wenn man auch noch so alt wird, so fühlt man doch im Innern sich ganz und gar als denselben, der man war, als man jung, ja, als man noch ein Kind war. Dieses, was unverändert stets ganz dasselbe bleibt und nicht mitaltert, ist eben der Kern unseres Wesens, welcher nicht in der Zeit liegt.

- Arthur Schopenhauer

Arthur Schopenhauer

Klugwort Reflexion zum Zitat

Arthur Schopenhauer beschreibt hier eine tiefgreifende Wahrheit über das menschliche Selbst. Trotz des Alterns und der Veränderungen, die das Leben mit sich bringt, bleibt im Inneren eines jeden Menschen ein unveränderlicher Kern bestehen. Diese Essenz, die über die Zeit hinausgeht, ist ein faszinierender Aspekt der menschlichen Identität, der uns an die ewige Natur unseres innersten Wesens erinnert.

Dieses Zitat lädt dazu ein, über die Natur des eigenen Selbst nachzudenken. Es fordert den Leser auf, jenseits der oberflächlichen Veränderungen – wie Alter, Erfahrung und äußerliche Umstände – nach der unveränderlichen Essenz zu suchen, die die Grundlage des eigenen Seins bildet. Die Idee, dass etwas Zeitloses und Beständiges in jedem von uns existiert, kann eine Quelle des Trostes und der Kontemplation sein, insbesondere in Zeiten des Umbruchs oder der Vergänglichkeit.

Schopenhauers Worte regen an, die eigene Verbindung zu diesem inneren Kern zu pflegen, der über die zeitlichen Begrenzungen hinausreicht. Es ist eine Einladung, das eigene Wesen nicht nur als Produkt äußerer Ereignisse zu sehen, sondern als Teil eines größeren, zeitlosen Ganzen.

Zitat Kontext

Arthur Schopenhauer, einer der bedeutendsten Philosophen des 19. Jahrhunderts, beschäftigte sich intensiv mit Fragen des menschlichen Wesens und der Zeit. Dieses Zitat spiegelt seine metaphysische Perspektive wider, in der das Selbst als zeitlos und unabhängig von den äußeren Erscheinungen betrachtet wird. Schopenhauer sah in diesem unveränderlichen Kern die Verbindung zur metaphysischen Realität, die sich jenseits der physischen Welt befindet.

Im historischen Kontext des deutschen Idealismus und der Romantik war Schopenhauers Denken ein Gegenpol zu der aufstrebenden Wissenschaft und Rationalität. Er betonte die Bedeutung der inneren Erfahrung und die Unzugänglichkeit des wahren Selbst durch rein rationale Mittel.

Auch heute bleibt diese Reflexion über das Selbst relevant. Sie bietet eine Perspektive, die über die Schnelllebigkeit und Vergänglichkeit moderner Zeiten hinausgeht und erinnert daran, dass das Wesentliche des Menschseins in einer tiefen, zeitlosen Dimension liegt. Dieses Zitat inspiriert dazu, das eigene Leben aus einer größeren, ruhigeren Perspektive zu betrachten.

Daten zum Zitat

Autor:
Arthur Schopenhauer
Tätigkeit:
deutscher Philosoph
Epoche:
Moderne
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Emotion:
Keine Emotion