Was für eine Philosophie aber ist das, die nicht den Untergang der Bosheit herbeiführt, sondern vielmehr mit einer Mittelmäßigkeit der Laster zufrieden ist?

- Cicero

Cicero

Klugwort Reflexion zum Zitat

Cicero kritisiert in diesem Zitat Philosophien, die sich mit dem bloßen Mäßigen von Lastern zufriedengeben, anstatt deren vollständige Beseitigung anzustreben. Für ihn muss wahre Philosophie das Ziel haben, Bosheit und moralisches Fehlverhalten vollständig zu überwinden.

Diese Reflexion fordert dazu auf, ethische Maßstäbe nicht zu verwässern. Es reicht nicht aus, moralische Schwächen nur zu mindern; vielmehr sollten sie aktiv bekämpft und beseitigt werden. Cicero mahnt, dass ethisches Handeln konsequent sein muss.

In einer Zeit, in der moralische Kompromisse oft gesellschaftlich akzeptiert sind, bleibt diese Botschaft relevant. Sie fordert zur Integrität und zum entschlossenen Handeln gegen Ungerechtigkeit und Fehlverhalten auf.

Das Zitat lädt dazu ein, persönliche und gesellschaftliche Werte zu hinterfragen und sich konsequent für das Gute einzusetzen.

Zitat Kontext

Cicero war nicht nur Politiker, sondern auch Philosoph, der sich intensiv mit Ethik und Staatsführung beschäftigte. Er lebte in einer Zeit politischer Umbrüche, in der moralische Prinzipien oft geopfert wurden.

Das Zitat spiegelt Ciceros Ideal einer Philosophie wider, die aktiv auf die Verbesserung der Gesellschaft abzielt. Er forderte von philosophischen Lehren, dass sie nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch zur Beseitigung von Ungerechtigkeit beitragen.

Diese Haltung bleibt zeitlos, da sie zur aktiven Auseinandersetzung mit moralischen Fragen und zur Förderung ethischer Prinzipien im persönlichen und öffentlichen Leben anregt.

Daten zum Zitat

Autor:
Cicero
Tätigkeit:
römischer Staatsmann, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph
Epoche:
Klassische Antike
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Emotion:
Keine Emotion