Wahre Bescheidenheit und wahrer Stolz sind ein und dasselbe: Beide bestehen darin, uns selbst einen angemessenen Wert beizumessen - weder mehr noch weniger.
- William Hazlitt

Klugwort Reflexion zum Zitat
William Hazlitt beschreibt in diesem Zitat die enge Verbindung zwischen Bescheidenheit und Stolz. Beide Eigenschaften beruhen darauf, sich selbst realistisch einzuschätzen – nicht in übertriebener Selbstverachtung, aber auch nicht in übermäßiger Selbstüberhöhung. Wahre Bescheidenheit bedeutet, die eigenen Stärken und Schwächen zu kennen und zu akzeptieren, während wahrer Stolz auf echter Leistung basiert.
Diese Reflexion fordert dazu auf, Selbstwertgefühl auf einer ehrlichen Selbstwahrnehmung aufzubauen. Menschen sollten ihre Erfolge anerkennen, ohne arrogant zu werden, und ihre Schwächen akzeptieren, ohne sich minderwertig zu fühlen.
In einer Welt, in der Selbstinszenierung oft über authentische Selbsteinschätzung gestellt wird, bleibt diese Botschaft relevant. Hazlitt mahnt zur Balance zwischen gesundem Selbstbewusstsein und Bescheidenheit.
Das Zitat lädt zur Reflexion über den eigenen Selbstwert ein und fordert dazu auf, sich selbst mit Ehrlichkeit und Respekt zu begegnen.
Zitat Kontext
William Hazlitt (1778–1830) war ein englischer Essayist und Philosoph, bekannt für seine tiefgründigen Analysen menschlicher Emotionen und gesellschaftlicher Normen.
Das Zitat spiegelt Hazlitts Überzeugung wider, dass ein realistisches Selbstbild der Schlüssel zu innerer Ausgeglichenheit ist. In einer Gesellschaft, die oft extreme Bewertungen fördert, plädierte er für eine nüchterne Selbstwahrnehmung.
Diese Haltung bleibt heute aktuell, da sie zur Reflexion über den eigenen Wert und zur Entwicklung eines gesunden Selbstbewusstseins anregt.
Daten zum Zitat
- Autor:
- William Hazlitt
- Tätigkeit:
- englischer Essayist, Literaturkritiker und Schriftsteller
- Epoche:
- Romantik
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- Emotion:
- Keine Emotion