Klugwort Reflexion zum Zitat
Honoré de Balzac kritisiert in diesem Zitat die Tendenz mancher Menschen, sich unreflektiert und maßlos dem Vergnügen hinzugeben. Der Vergleich mit Unkraut, das auf fruchtbarem Boden wächst, verdeutlicht, dass selbst in günstigen Umständen Oberflächlichkeit und Gedankenlosigkeit gedeihen können. Die Suche nach ständigem Vergnügen führt dabei paradoxerweise zu Erschöpfung, da sie nicht aus einer inneren Zufriedenheit, sondern aus Rastlosigkeit entsteht.
Diese Reflexion fordert dazu auf, den Unterschied zwischen sinnvoller Freizeitgestaltung und bloßer Ablenkung zu hinterfragen. Balzac mahnt, dass wahre Erfüllung nicht in oberflächlichem Amüsement liegt, sondern in sinnvollen, bewusst gewählten Aktivitäten. Wer sich ständig nur amüsiert, flüchtet möglicherweise vor der Auseinandersetzung mit sich selbst und der Welt.
In einer Konsumgesellschaft, die Unterhaltung in den Vordergrund stellt, bleibt diese Kritik aktuell. Sie fordert dazu auf, bewusst mit der eigenen Zeit umzugehen und sich nicht in oberflächlicher Zerstreuung zu verlieren.
Das Zitat inspiriert dazu, nach nachhaltigen Formen der Erfüllung zu suchen, die über kurzfristigen Genuss hinausgehen.
Zitat Kontext
Honoré de Balzac (1799–1850) war ein französischer Schriftsteller, bekannt für seine scharfsinnige Gesellschaftskritik. In seinem Werk *Die Menschliche Komödie* analysierte er das Verhalten und die Schwächen der Gesellschaft.
Dieses Zitat reflektiert Balzacs kritischen Blick auf Oberflächlichkeit und gesellschaftliche Tendenzen zur Selbstverirrung. Er erkannte, dass in Wohlstandsgesellschaften oft oberflächliche Vergnügungen vor tiefgründigen Erfahrungen bevorzugt werden.
Seine Worte sind auch heute noch aktuell, da sie zur Reflexion über den Umgang mit Freizeit und Vergnügen in modernen Gesellschaften anregen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Honoré de Balzac
- Tätigkeit:
- franz. Schriftsteller
- Epoche:
- Realismus
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- Emotion:
- Keine Emotion