Seitdem Amors Köcher auch vergiftete Pfeile führt, ist in das Verhältnis der Geschlechter zueinander ein fremdartiges, feindseliges, ja teuflisches Element gekommen.

- Arthur Schopenhauer

Arthur Schopenhauer

Klugwort Reflexion zum Zitat

Arthur Schopenhauer reflektiert hier eine pessimistische Sicht auf die Beziehungen zwischen den Geschlechtern, die zunehmend durch Konflikte, Eifersucht und feindselige Elemente geprägt sind. Mit der Metapher von 'vergifteten Pfeilen' deutet er auf die destruktiven Kräfte hin, die in Liebe und Partnerschaften wirken können, wenn sie von Misstrauen, Täuschung oder ungesunden Machtverhältnissen durchzogen sind. Dieser Gedanke wirft ein Licht darauf, wie leicht zwischenmenschliche Verbindungen durch negative Dynamiken korrumpiert werden können. Gleichzeitig könnte man Schopenhauers Perspektive als Warnung verstehen: Ein Aufruf, bewusster mit Gefühlen und Erwartungen umzugehen, um die ursprüngliche Harmonie zwischenmenschlicher Beziehungen wiederherzustellen.

Die Aussage regt an, über den Einfluss sozialer Normen, Erwartungen und persönlicher Unsicherheiten in der Liebe nachzudenken. Sie fordert dazu auf, Konflikte offen anzusprechen und die Beziehung zu klären, bevor sie von diesen ‚vergifteten Pfeilen‘ durchzogen wird.

Zitat Kontext

Schopenhauer war ein Philosoph, der für seine oft düsteren, aber tiefgründigen Beobachtungen über die menschliche Natur und zwischenmenschliche Beziehungen bekannt war. Seine Ansichten über die Liebe spiegeln oft seinen generellen Pessimismus wider, zeigen aber auch eine scharfe Beobachtungsgabe für die Dynamiken menschlicher Interaktionen.

Daten zum Zitat

Autor:
Arthur Schopenhauer
Tätigkeit:
deutscher Philosoph
Epoche:
Moderne
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Emotion:
Keine Emotion