O meine Seele, nun gab ich dir alles und auch mein letztes, und alle meine Hände sind an dich leer geworden: – dass ich dich singen hieß, siehe, das war mein letztes!

- Friedrich Nietzsche

Friedrich Nietzsche

Klugwort Reflexion zum Zitat

In diesem poetischen Ausruf drückt Nietzsche eine tiefe Hingabe an seine Seele und an die schöpferische Kraft in sich selbst aus. Er zeigt, dass er sich vollständig seiner inneren Stimme, seiner Seele, verschrieben hat und alles – sowohl physisch als auch geistig – gegeben hat, um sie zum Ausdruck zu bringen. Seine leeren Hände symbolisieren die völlige Selbsthingabe und Erschöpfung seiner Ressourcen, um die Seele in Liedern und Worten zu feiern. Das 'Singen' wird hier zum Symbol für die Schöpfung, den Ausdruck des tiefsten Inneren, und das Letzte, was er noch geben konnte.

Das Zitat lädt dazu ein, über die eigene Hingabe und die Bedeutung von kreativer Selbstentfaltung nachzudenken. Es stellt die Frage, was man selbst bereit wäre, zu geben, um sein Innerstes zu verwirklichen. Gleichzeitig ruft es eine tiefe Melancholie hervor, denn die totale Hingabe lässt auch keinen Raum mehr für Rückhalt oder Schutz.

Zitat Kontext

Dieses Zitat könnte aus Nietzsches ‚Also sprach Zarathustra‘ oder einem anderen Werk stammen, das sich mit der Selbstüberwindung und der schöpferischen Kraft des Individuums beschäftigt. Nietzsche stellt oft die Frage nach dem Sinn des Lebens und der Verwirklichung der eigenen Werte in den Vordergrund, wobei er das Bild des 'singenden' Individuums als Symbol für kreative Selbstentfaltung nutzt.

Daten zum Zitat

Autor:
Friedrich Nietzsche
Tätigkeit:
dt. Philosoph
Epoche:
Moderne
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Emotion:
Keine Emotion