Meiner Meinung nach erhält man ein zutreffenderes Bild von der Welt, wenn man sich die Dinge so vorstellt, als würden sie von einer ewigen Welt außerhalb in den Strom der Zeit eintreten, als wenn man die Zeit als den alles verschlingenden Tyrannen betrachtet.
- Bertrand Russell

Klugwort Reflexion zum Zitat
In diesem Zitat bietet Bertrand Russell eine faszinierende Perspektive auf das Verhältnis zwischen Zeit und der Welt. Er fordert uns auf, die Zeit nicht nur als eine unaufhaltsame, alles verzehrende Macht zu sehen, sondern sie als eine Art Fluss oder Kanal, durch den Dinge aus einer 'ewigen Welt' in die Welt der Veränderung und Vergänglichkeit eintreten. Diese Betrachtungsweise könnte uns helfen, das Leben und das Universum nicht nur als einen kontinuierlichen Zyklus von Geburt, Wachstum und Tod zu begreifen, sondern als eine dynamische Wechselwirkung zwischen etwas Zeitloserem und dem momentanen Geschehen. /n/n Russell lädt uns ein, über den Rahmen der linearen Zeit hinauszublicken, indem er die Vorstellung einer ewigen Welt einführt, die jenseits der physischen Realität existiert. Dieser Gedanke erinnert uns daran, dass die Dinge, die in der Welt geschehen, nicht bloß durch die physische Zeit bedingt sind, sondern möglicherweise durch tiefere, metaphysische Prinzipien oder Kräfte beeinflusst werden. /n/n Diese Philosophie wirft interessante Fragen auf, etwa wie wir den Einfluss der Zeit auf unser eigenes Leben und unsere Entscheidungen begreifen. Ist unsere Existenz wirklich nur der unaufhaltsame Fortschritt der Zeit, oder könnten wir ein Teil eines größeren, zeitlosen Ganzen sein? Russell fordert uns auf, die Welt aus einer umfassenderen Perspektive zu betrachten, die jenseits der Begrenzungen von Vergänglichkeit und der Tyrannei der Zeit liegt.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Bertrand Russell
- Tätigkeit:
- brit. Philosoph, Mathematiker, Logiker, Historiker, Schriftsteller
- Epoche:
- Moderne
- Emotion:
- Keine Emotion