Man wird grämlich, wenn man alt wird, oder wenn Liebe oder auch oft wenn Freundschaft alt wird. Es können Dinge bei einem alt werden, obgleich man selbst jung bleibt.
- Georg Christoph Lichtenberg

Klugwort Reflexion zum Zitat
Lichtenberg beschreibt hier die melancholische Seite des Älterwerdens, nicht nur im körperlichen, sondern auch im emotionalen und sozialen Sinne. Die ‚Grämlichkeit‘, von der er spricht, bezieht sich auf die Enttäuschungen und die Abnutzungen, die mit der Zeit sowohl in zwischenmenschlichen Beziehungen als auch in inneren Einstellungen auftreten können. Die Einsicht, dass Liebe oder Freundschaft alt werden können, betont, dass nicht nur Menschen, sondern auch Gefühle und Bindungen dem Verfall oder der Veränderung unterliegen.
Es steckt auch ein Hauch von Traurigkeit in der Feststellung, dass man innerlich jung bleiben kann, während das Leben um einen herum altert und sich verändert. Das Zitat regt dazu an, über die Vergänglichkeit von Beziehungen und den Umgang mit dieser Realität nachzudenken, ohne die Freude am Leben zu verlieren.
Zitat Kontext
Georg Christoph Lichtenberg war ein herausragender Aphoristiker, dessen Werke von scharfsinniger Beobachtungsgabe und feinem Humor durchzogen sind. Dieses Zitat zeigt seine Fähigkeit, die tiefere Wahrheit hinter alltäglichen Erfahrungen zu erkennen, insbesondere in Bezug auf die Vergänglichkeit des Lebens und der Beziehungen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Georg Christoph Lichtenberg
- Tätigkeit:
- deutscher Schriftsteller, Mathematiker, Physiker und Aphoristiker
- Epoche:
- Aufklärung
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- Emotion:
- Keine Emotion