Ist die Eitelkeit nicht selbst nicht mehr tadelnswert, wird sie nicht sogar geadelt, wenn sie sich auf lobenswerte Ziele richtet, wenn sie sich darauf beschränkt, uns zu großen und großzügigen Taten anzuspornen?
- Denis Diderot

Klugwort Reflexion zum Zitat
Denis Diderot hinterfragt hier die oft negativ betrachtete Eigenschaft der Eitelkeit und eröffnet eine neue Perspektive: Kann Eitelkeit nicht auch eine treibende Kraft sein, wenn sie uns zu edlen Zielen und Handlungen motiviert? Dieser Gedanke lädt dazu ein, unsere Vorurteile gegenüber bestimmten Charakterzügen zu überdenken. Vielleicht ist es nicht die Eitelkeit selbst, die problematisch ist, sondern ihr Zweck.
Das Zitat regt dazu an, über die Motive unseres Handelns nachzudenken. Streben wir nach Anerkennung, oder verfolgen wir wirklich etwas Größeres? Wenn Eitelkeit dazu führt, dass wir Gutes tun und Großes schaffen, ist sie dann wirklich zu verurteilen? Diderot fordert uns auf, diese feine Linie zu erkennen und Eitelkeit als potenziell produktive Kraft anzunehmen, solange sie nicht zum Selbstzweck wird.
Zitat Kontext
Denis Diderot, ein führender Denker der Aufklärung, war bekannt für seine Fähigkeit, komplexe philosophische Fragen in alltägliche Beobachtungen einzubetten. Dieses Zitat spiegelt seine Überzeugung wider, dass menschliche Eigenschaften – selbst die vermeintlich negativen – transformiert werden können, wenn sie auf richtige Weise eingesetzt werden.
Im 18. Jahrhundert war die Eitelkeit ein kontroverses Thema, das oft als moralisch fragwürdig galt. Diderot hingegen sah in ihr ein Potenzial, das durch Bildung und Vernunft in positive Bahnen gelenkt werden kann. Seine Worte erinnern daran, dass menschliche Schwächen nicht immer überwunden, sondern manchmal klug genutzt werden können, um etwas Größeres zu erreichen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Denis Diderot
- Tätigkeit:
- franz. Schriftsteller, Philosoph und Aufklärer
- Epoche:
- Aufklärung
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- Emotion:
- Keine Emotion