In praktischer (moralisch-praktischer) Bedeutung aber ist ein Glaube an das Übersinnliche nicht allein möglich, sondern er ist gar mit dieser unzertrennlich verbunden.
- Immanuel Kant

Klugwort Reflexion zum Zitat
Immanuel Kant argumentiert hier, dass der Glaube an das Übersinnliche eine unvermeidliche Grundlage für moralisches Handeln ist. Für Kant ist der moralische Glaube nicht gleichzusetzen mit religiösem Dogma, sondern vielmehr eine notwendige Voraussetzung, um ethische Prinzipien und Verantwortung zu verstehen. Der Glaube an etwas Übersinnliches, sei es eine höhere Ordnung oder ein moralisches Gesetz, gibt Menschen Orientierung und Motivation, über rein materielle oder egoistische Ziele hinauszugehen.
Dieses Zitat verdeutlicht Kants Auffassung, dass Moral und Glaube eng miteinander verknüpft sind. Es fordert dazu auf, über die Rolle nachzudenken, die nicht-empirische Überzeugungen in unseren ethischen Entscheidungen spielen.
Zitat Kontext
Immanuel Kant war ein zentraler Denker der Aufklärung und entwickelte eine Ethik, die auf der Idee des kategorischen Imperativs basiert. Sein Werk zeigt eine enge Verbindung zwischen Vernunft und Glauben, insbesondere wenn es um praktische moralische Fragen geht.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Immanuel Kant
- Tätigkeit:
- Philosoph
- Epoche:
- Aufklärung
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- Emotion:
- Keine Emotion