Im Manga bewegt sich eigentlich nichts, und man muss nur die Posen in jedem Panel zeichnen, aber im Anime muss man die Bewegungen zwischen diesen Posen zeichnen.
- Akira Toriyama

Klugwort Reflexion zum Zitat
Akira Toriyamas Zitat gibt uns einen faszinierenden Einblick in den kreativen Prozess der Animation und des Manga-Zeichnens. Die Aussage zeigt auf, dass der Manga, im Gegensatz zum Anime, eher statisch ist, während der Anime die Herausforderung der Bewegung und der Zeitdauer einbezieht. Manga besteht aus Einzelbildern, die in ihrer statischen Form durch Posen und Szenen eine Geschichte erzählen. Der Künstler muss sich auf die Kraft des stillen Bildes verlassen, um Bewegung, Emotion und Aktion zu vermitteln.
Im Gegensatz dazu verlangt der Anime eine zusätzliche Dimension: die Bewegung. Hier ist es nicht nur entscheidend, den Moment festzuhalten, sondern auch die Übergänge zwischen den Momenten zu gestalten. Diese 'Zwischenbewegungen' oder 'Inbetweens' machen eine dynamische Erzählweise möglich, die das Gefühl von Zeit und Raum veranschaulicht und den Charakteren Leben einhaucht. Toriyama spricht hier also nicht nur von einer technischen Herausforderung, sondern auch von einem unterschiedlichen narrativen Ansatz. Während der Manga eine Art Verlangsamung oder Verdichtung der Zeit ermöglicht, verlangt der Anime, dass diese Zeit in Bewegung übersetzt wird.
Die Reflexion über diese Unterschiede regt dazu an, über die verschiedenen Ausdrucksformen in der Kunst nachzudenken. In beiden Medien – Manga und Anime – wird die Geschichte nicht nur durch das, was gezeigt wird, sondern auch durch das, was nicht gezeigt wird, erzählt. Toriyamas Kommentar lässt uns erkennen, wie viel Arbeit und Feinfühligkeit in der Gestaltung von Bewegung steckt, die im Anime nicht nur als technisches Detail, sondern auch als narrativer Ausdruck verstanden werden muss.
Zitat Kontext
Akira Toriyama ist weltweit bekannt für seine Arbeit als Manga-Künstler, insbesondere für die Schaffung von 'Dragon Ball', einer der erfolgreichsten und einflussreichsten Manga- und Anime-Serien aller Zeiten. Toriyama begann seine Karriere in den 1970er Jahren und revolutionierte mit seinen Arbeiten die Welt des Manga. Insbesondere seine Fähigkeit, actionreiche Szenen und dynamische Charaktere zu gestalten, machte ihn zu einem der bekanntesten Namen in der Branche.
Das Zitat bezieht sich auf die technischen Unterschiede zwischen Manga und Anime, wobei Toriyama auf die zusätzliche Herausforderung der Animation hinweist. Obwohl er als Mangaka beginnt, hat Toriyama auch die Welt des Animes betreten, indem er an der Umsetzung seiner Werke in Animationsform beteiligt war. Die Herstellung von Anime erfordert nicht nur das Zeichnen von Einzelbildern, sondern auch die Kunst, Bewegungen fließend und glaubwürdig darzustellen. Diese Herausforderung der Animation und die Notwendigkeit, fließende Übergänge zwischen den Posen zu zeichnen, war für Toriyama eine neue Ebene der kreativen Gestaltung.
Toriyama spricht hier von den technischen Aspekten der Animation, aber auch von einem kreativen Prozess, bei dem es um das Erzählen von Geschichten durch Bewegung geht. In Japan, wo Manga und Anime eine so zentrale Rolle im kulturellen Leben spielen, sind diese zwei Ausdrucksformen untrennbar miteinander verbunden. Toriyamas Zitat illustriert nicht nur den Unterschied zwischen Manga und Anime, sondern auch die Art und Weise, wie sich der kreative Akt des Geschichtenerzählens je nach Medium verändert. Das Zitat bleibt auch heute noch relevant, wenn man die Weiterentwicklung und die komplexen Herausforderungen in der modernen Animation und im Manga-Kosmos betrachtet.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Akira Toriyama
- Tätigkeit:
- jpn. Manga-Künstler
- Epoche:
- Digitale Ära
- Emotion:
- Keine Emotion