Geld ist die Wurzel allen Übels, und doch ist es eine so nützliche Wurzel, dass wir ohne es genauso wenig auskommen wie ohne Kartoffeln.
- Louisa May Alcott

Klugwort Reflexion zum Zitat
Louisa May Alcott bringt mit diesem Zitat auf humorvolle Weise die Ambivalenz des Geldes zum Ausdruck. Es wird oft als Quelle von Gier, Konflikten und moralischer Korruption betrachtet, ist jedoch gleichzeitig unverzichtbar für das tägliche Leben. Durch den Vergleich mit Kartoffeln, einem Grundnahrungsmittel, zeigt Alcott die pragmatische Seite des Geldes: Es ist nicht glorreich, aber essenziell.
Das Zitat regt dazu an, über die Rolle des Geldes in unserem Leben nachzudenken. Einerseits mahnt es zur Vorsicht vor der Macht des Geldes, Menschen zu beherrschen oder ihre Werte zu verzerren. Andererseits erinnert es uns daran, dass Geld als Mittel zur Erfüllung grundlegender Bedürfnisse und zur Schaffung von Sicherheit notwendig ist.
Alcotts Aussage ist zugleich eine Kritik an extremen Einstellungen gegenüber Geld – sei es völlige Ablehnung oder obsessive Verehrung. Sie plädiert für einen ausgewogenen Umgang mit diesem „nützlichen Übel“. Das Zitat fordert uns auf, Geld nicht als Selbstzweck zu betrachten, sondern als Werkzeug, das mit Vernunft und Verantwortung genutzt werden sollte.
In einer Welt, die oft von materiellen Werten und Konsum geprägt ist, bleibt Alcotts Beobachtung relevant. Sie erinnert daran, die Bedeutung von Geld in den richtigen Kontext zu setzen und dabei nicht zu vergessen, dass echte Erfüllung und Glück über materielle Güter hinausgehen.
Zitat Kontext
Louisa May Alcott, eine amerikanische Schriftstellerin des 19. Jahrhunderts, ist vor allem für ihr Werk „Little Women“ bekannt, das familiäre und gesellschaftliche Themen behandelt. Dieses Zitat spiegelt ihre pragmatische und bodenständige Sichtweise wider, die sie in vielen ihrer Werke vermittelt.
Alcott lebte in einer Zeit, in der Frauen oft finanziell abhängig waren und Geld eine entscheidende Rolle für Sicherheit und soziale Stellung spielte. Ihre Aussage zeigt ein Bewusstsein für die Notwendigkeit von Geld, betont jedoch gleichzeitig die Gefahr, es überzubewerten. Sie schrieb aus eigener Erfahrung, da sie selbst hart arbeitete, um ihre Familie finanziell zu unterstützen.
Das Zitat passt auch in den historischen Kontext der industriellen Revolution, die soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten verschärfte. Alcott plädiert indirekt für eine ausgewogene Perspektive auf Geld, die sowohl dessen Bedeutung anerkennt als auch dessen potenzielle Gefahren reflektiert.
Auch in der heutigen Zeit bleibt ihre Botschaft aktuell. Sie fordert uns auf, Geld als Mittel zum Zweck zu betrachten und die Balance zwischen materiellen und immateriellen Werten zu wahren. Alcott erinnert uns daran, dass Geld zwar notwendig ist, wahres Glück jedoch aus anderen Quellen stammt – aus Beziehungen, persönlichen Errungenschaften und innerem Frieden.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Louisa May Alcott
- Tätigkeit:
- US Schriftstellerin
- Epoche:
- Realismus
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- Emotion:
- Keine Emotion