Folgendes sind die Stücke einer Ehe: Die natürliche Befriedigung des Geschlechtstriebs; Zeugung und Nachkommenschaft; Hausgemeinschaft und gegenseitige Treue.

- Martin Luther

Martin Luther

Klugwort Reflexion zum Zitat

Martin Luther beschreibt in diesem Zitat die fundamentalen Bestandteile der Ehe aus seiner theologischen und gesellschaftlichen Perspektive. Er definiert die Ehe als eine Institution, die auf drei Säulen ruht: der natürlichen Erfüllung körperlicher Bedürfnisse, der Zeugung von Nachkommen und der gemeinsamen Führung eines Haushalts, die durch gegenseitige Treue gestützt wird.

Diese Reflexion fordert dazu auf, die Ehe nicht nur als romantische Verbindung zu betrachten, sondern auch als eine soziale und funktionale Institution. Luthers Sichtweise spiegelt das Weltbild des 16. Jahrhunderts wider, in dem Ehe vor allem zur Sicherung sozialer Ordnung und wirtschaftlicher Stabilität diente. Seine Betonung der gegenseitigen Treue unterstreicht jedoch auch den moralischen Anspruch an die Beziehung.

Heute wird die Ehe oft differenzierter betrachtet, wobei individuelle Freiheit, Gleichberechtigung und emotionale Bindung stärker in den Vordergrund rücken. Dennoch bleibt die Auseinandersetzung mit Luthers Verständnis der Ehe relevant, da sie historische Grundlagen für aktuelle Diskussionen über Partnerschaft und Familie liefert.

Das Zitat regt zur kritischen Reflexion über die verschiedenen Dimensionen der Ehe an und lädt dazu ein, die Balance zwischen Tradition und modernen Beziehungsmodellen zu hinterfragen.

Zitat Kontext

Martin Luther (1483–1546) war der Begründer der Reformation und prägte die christliche Eheauffassung nachhaltig. Seine Schriften forderten die Kirche heraus, Ehe als weltliche Institution anzuerkennen und von kirchlichen Dogmen zu lösen.

Dieses Zitat stammt aus Luthers theologischer Auseinandersetzung mit der Ehe. In seiner Zeit wurde die Ehe als göttliche Ordnung betrachtet, die zugleich gesellschaftliche Stabilität sicherte. Luthers Fokus auf Treue und Gemeinschaft spiegelte den Wunsch nach moralischer Integrität in sozialen Strukturen wider.

Seine Gedanken beeinflussten das heutige Verständnis von Ehe in christlich geprägten Kulturen und bleiben für die Betrachtung von Ehe und Familie von historischer Bedeutung.

Daten zum Zitat

Autor:
Martin Luther
Tätigkeit:
deutscher Theologe, Mönch und Reformator
Epoche:
Spätrenaissance / Manierismus
Mehr?
Alle Martin Luther Zitate
Emotion:
Keine Emotion