Es gibt keinen Unterschied zwischen Wissen und Mäßigung; denn wer weiß, was gut ist, und es annimmt, wer weiß, was schlecht ist, und es meidet, ist gelehrt und mäßig.
- Sokrates

Klugwort Reflexion zum Zitat
Dieses Zitat von Sokrates verdeutlicht seine Überzeugung, dass Wissen und Tugend untrennbar miteinander verbunden sind. Für ihn liegt Mäßigung – als Fähigkeit, das richtige Maß zu finden und zu handeln – im Wissen begründet. Wer weiß, was gut und schlecht ist, wird vernünftigerweise das Gute anstreben und das Schlechte meiden. Dieses Verständnis stellt die Basis seiner ethischen Lehre dar, die oft als ‚intellektualistische Ethik‘ bezeichnet wird. Nach dieser Auffassung liegt jede Form von moralischem Fehlverhalten in einem Mangel an Wissen begründet.
Die Aussage regt dazu an, über die Beziehung zwischen Wissen, Moral und Handeln nachzudenken. Sie fordert uns auf, Bildung und Selbsterkenntnis als Weg zu einem tugendhaften Leben zu betrachten. Wenn wir bewusst wissen, was richtig ist, so die implizite Botschaft, handeln wir automatisch tugendhaft. Dies wirft jedoch auch die Frage auf, ob das Wissen allein ausreicht, um immer moralisch zu handeln, oder ob andere Faktoren, wie Emotionen oder soziale Einflüsse, eine Rolle spielen.
Zitat Kontext
Sokrates hat die Grundlagen der westlichen Philosophie gelegt, insbesondere in den Bereichen Ethik und Erkenntnistheorie. Dieses Zitat spiegelt seine Überzeugung wider, dass Wissen und Tugend zwei Seiten derselben Medaille sind. Seine Lehren wurden vor allem durch die Dialoge seines Schülers Platon überliefert.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Sokrates
- Tätigkeit:
- griech. Denker und Philosoph
- Epoche:
- Klassische Antike
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- Emotion:
- Keine Emotion