Eitelkeit bezieht sich nicht auf die Meinung, die ein Mensch von sich selbst hat, sondern auf die, von der er möchte, dass andere sie von ihm haben.

- William Hazlitt

William Hazlitt

Klugwort Reflexion zum Zitat

William Hazlitt bringt mit diesem Zitat eine präzise Beobachtung über die Natur der Eitelkeit zum Ausdruck. Er zeigt, dass Eitelkeit nicht unbedingt im eigenen Selbstbild wurzelt, sondern in der Projektion, die man anderen vermitteln möchte. Es geht weniger darum, wer man tatsächlich ist, sondern vielmehr darum, wie man von anderen wahrgenommen werden möchte. Diese Definition legt nahe, dass Eitelkeit eine soziale Dynamik ist, die auf Bestätigung und Anerkennung durch andere abzielt.

Das Zitat regt dazu an, über die Rolle sozialer Erwartungen und die Motivation hinter unserem Handeln nachzudenken. Es zeigt, wie stark das Bedürfnis nach äußerer Anerkennung unsere Identität beeinflussen kann. Eitelkeit wird so zu einem Spiegel gesellschaftlicher Werte, die Menschen dazu treiben, ein bestimmtes Bild von sich selbst zu präsentieren, oft unabhängig davon, ob es authentisch ist oder nicht.

Die Reflexion über Hazlitts Worte erinnert daran, wie wichtig es ist, die eigene Motivation zu hinterfragen: Geht es darum, echte Verbindungen zu schaffen, oder darum, ein Bild aufrechtzuerhalten? Das Zitat inspiriert dazu, sich weniger auf die Meinung anderer zu konzentrieren und mehr Wert auf innere Authentizität zu legen. Es lädt dazu ein, Eitelkeit zu erkennen, nicht als Schwäche, sondern als Ausdruck eines grundlegenden menschlichen Bedürfnisses, das jedoch in Balance gehalten werden sollte.

Zitat Kontext

William Hazlitt, ein scharfsinniger Essayist und Kritiker des frühen 19. Jahrhunderts, war bekannt für seine präzisen Beobachtungen über menschliches Verhalten und soziale Dynamiken. Dieses Zitat spiegelt die introspektive Tiefe seiner Gedanken wider, die oft die Diskrepanz zwischen Selbstwahrnehmung und sozialer Darstellung beleuchteten.

Historisch betrachtet entstand dieses Zitat in einer Zeit, in der gesellschaftliche Konventionen und öffentliche Meinung einen starken Einfluss auf das Verhalten und die Identität des Einzelnen hatten. Hazlitts Worte hinterfragen diese sozialen Konstrukte und decken die universelle menschliche Neigung auf, Bestätigung von außen zu suchen.

Auch heute ist das Zitat aktuell, insbesondere in einer Zeit, die von sozialen Medien geprägt ist, wo Menschen oft gezielt ein Bild von sich selbst präsentieren, das auf externe Bestätigung abzielt. Hazlitts Beobachtung lädt dazu ein, sich selbst kritisch zu betrachten und den Wert von Authentizität und innerer Zufriedenheit über äußere Wahrnehmung zu stellen.

Daten zum Zitat

Autor:
William Hazlitt
Tätigkeit:
englischer Essayist, Literaturkritiker und Schriftsteller
Epoche:
Romantik
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Emotion:
Keine Emotion