Eine Methode zur Abschaffung des Krieges, wie vorteilhaft sie auch für die Nationen sein mag, würde bedeuten, einer solchen Regierung den lukrativsten ihrer Zweige zu nehmen.
- Thomas Paine

Klugwort Reflexion zum Zitat
Thomas Paine spricht in diesem Zitat eine bittere Wahrheit aus: Krieg ist nicht nur ein schreckliches Übel, sondern auch ein profitables Geschäft. Viele Regierungen haben wirtschaftliche und politische Interessen daran, Kriege zu führen – sei es durch die Waffenindustrie, geopolitische Machtstrategien oder wirtschaftliche Vorteile aus militärischen Konflikten.
Dieses Zitat legt nahe, dass der Krieg nicht allein aus moralischen oder sicherheitspolitischen Gründen geführt wird, sondern dass dahinter oft finanzielle und machtpolitische Motive stehen. Selbst wenn eine friedliche Lösung für internationale Konflikte existieren würde, könnten wirtschaftliche Interessen eine solche Abschaffung des Krieges verhindern.
Das Zitat regt dazu an, über die Verbindung zwischen Krieg, Wirtschaft und Politik nachzudenken. Wer profitiert wirklich von Kriegen? Gibt es Regierungen oder Unternehmen, die an Konflikten verdienen, während die breite Bevölkerung unter ihnen leidet? Paine fordert uns auf, über die wahren Ursachen von Kriegen nachzudenken und nicht nur die offensichtlichen politischen Begründungen zu akzeptieren.
Kritisch könnte man fragen, ob Frieden wirklich eine realistische Alternative ist, solange ökonomische und geopolitische Interessen mit militärischer Macht verknüpft sind. Gibt es eine Möglichkeit, das System zu verändern, oder ist Krieg eine unvermeidbare Konstante der Menschheitsgeschichte? Doch Paines Zitat bleibt eine scharfe Kritik an den Regierungen, die Kriege als ein Geschäft betrachten – und es lädt dazu ein, über mögliche Wege nachzudenken, wie man diese Dynamik durchbrechen könnte.
Zitat Kontext
Thomas Paine (1737–1809) war ein einflussreicher politischer Denker und Revolutionär, dessen Schriften die Amerikanische und Französische Revolution stark beeinflussten. Er setzte sich für Demokratie, Menschenrechte und soziale Reformen ein.
Das Zitat steht im Kontext seiner kritischen Haltung gegenüber Machtstrukturen und Korruption in Regierungen. Paine erkannte früh, dass Krieg oft nicht aus Notwendigkeit, sondern aus wirtschaftlichem Interesse geführt wurde – eine Erkenntnis, die auch heute noch von Bedeutung ist.
Historisch betrachtet, lebte Paine in einer Zeit zahlreicher kriegerischer Auseinandersetzungen. Die Kolonialkriege, die Amerikanische Revolution und die Napoleonischen Kriege waren nicht nur politische, sondern auch wirtschaftliche Unternehmungen. Sein Zitat reflektiert die Skepsis gegenüber Regierungen, die den Krieg als Mittel zur Bereicherung nutzen.
Auch heute bleibt das Zitat aktuell. In einer Welt, in der die Rüstungsindustrie Milliardenumsätze erzielt und geopolitische Konflikte oft wirtschaftlich motiviert sind, stellt sich die Frage: Kann Frieden wirklich erreicht werden, solange Krieg ein profitables Geschäft bleibt? Paines Worte laden dazu ein, die wahren Ursachen von Kriegen zu hinterfragen und nach Wegen zu suchen, wie wirtschaftliche Interessen nicht länger als treibende Kraft für militärische Konflikte dienen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Thomas Paine
- Tätigkeit:
- brit.-amerik. politischer Aktivist, Schriftsteller und Intellektueller
- Epoche:
- Aufklärung
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- Emotion:
- Keine Emotion