Ein Mensch kann die Herrlichkeit Gottes ebenso wenig schmälern, indem er sich weigert, ihn anzubeten, wie ein Verrückter die Sonne auslöschen kann, indem er das Wort "Dunkelheit" an die Wände seiner Zelle kritzelt.

- Clive Staples Lewis

Clive Staples Lewis

Klugwort Reflexion zum Zitat

C. S. Lewis’ Zitat ist eine kraftvolle Metapher für die Unabhängigkeit göttlicher Größe von menschlicher Anerkennung. Es drückt aus, dass die Herrlichkeit Gottes nicht durch menschliche Ablehnung oder Ignoranz beeinflusst werden kann. Lewis zeigt mit einem bildhaften Vergleich, dass Gott – wie die Sonne – unabhängig von unserer Wahrnehmung oder unseren Handlungen existiert und strahlt.

Das Zitat regt dazu an, über die Beziehung zwischen Glauben und Wahrheit nachzudenken. Es fordert uns auf, unsere eigene Haltung zu hinterfragen: Ist unsere Anerkennung von etwas Höherem notwendig, um dessen Existenz oder Wert zu bestätigen? Lewis erinnert daran, dass wahre Größe oder Wahrheit nicht von menschlicher Bestätigung abhängt, sondern über ihr eigenes Wesen hinausgeht.

Darüber hinaus inspiriert das Zitat dazu, die Begrenztheit menschlicher Perspektiven anzuerkennen. Es zeigt, dass unsere Wahrnehmung oft durch unsere eigenen Umstände und Überzeugungen eingeschränkt ist. Lewis lädt dazu ein, die eigene Begrenzung zu erkennen und offen für etwas Größeres zu sein. Seine Worte sind ein Plädoyer für Demut und die Bereitschaft, sich über den eigenen Horizont hinaus zu öffnen.

Zitat Kontext

C. S. Lewis, ein renommierter Schriftsteller und Theologe, war bekannt für seine tiefgründigen Reflexionen über Glaube, Moral und die menschliche Natur. Dieses Zitat stammt aus einer seiner apologetischen Schriften, in denen er die Beziehung zwischen Gott und Mensch philosophisch und metaphorisch untersucht. Lewis’ Argumentation zielte oft darauf ab, die rationale Grundlage für den christlichen Glauben zu stärken.

Historisch betrachtet wurde dieses Zitat in einer Zeit veröffentlicht, in der religiöse Überzeugungen zunehmend mit Skepsis betrachtet wurden. Lewis nutzte seine Werke, um eine Brücke zwischen Glauben und Vernunft zu schlagen und die zeitlosen Aspekte des Glaubens in einer sich verändernden Welt zu betonen.

Heute bleibt das Zitat relevant, da es sowohl Gläubige als auch Skeptiker dazu einlädt, über die Unabhängigkeit universeller Wahrheiten von menschlicher Wahrnehmung nachzudenken. Es inspiriert dazu, über die Grenzen des menschlichen Einflusses hinauszugehen und die Möglichkeit einer größeren Realität anzuerkennen, die nicht durch individuelle Akzeptanz oder Ablehnung beeinträchtigt wird.

Daten zum Zitat

Autor:
Clive Staples Lewis
Tätigkeit:
brit. Schriftsteller und Theologe
Epoche:
Nachkriegszeit
Emotion:
Keine Emotion