Ein Grund für eine Schenkung liegt vor, wenn sie entweder notwendig oder nützlich ist. Dabei ist Mäßigkeit die beste Richtschnur.

- Cicero

Cicero

Klugwort Reflexion zum Zitat

Cicero verbindet in diesem Zitat Großzügigkeit mit Vernunft und Maß. Er betont, dass eine Schenkung dann sinnvoll ist, wenn sie entweder eine Notwendigkeit deckt oder einen Nutzen stiftet. Gleichzeitig warnt er davor, in der Großzügigkeit Maß und Verhältnismäßigkeit aus den Augen zu verlieren. Diese Kombination aus Nützlichkeit und Mäßigung verdeutlicht Ciceros philosophischen Ansatz, dass ethisches Handeln stets von Vernunft und Ausgewogenheit geleitet sein sollte. 

Die Reflexion über dieses Zitat zeigt, wie wichtig es ist, dass Großzügigkeit nicht in Verschwendung oder Übermaß ausartet. Schenken ist eine Tugend, doch ohne Bedacht und Angemessenheit kann sie ihren Wert verlieren oder gar Schaden anrichten. Ciceros Hinweis auf die Mäßigkeit lädt dazu ein, über die Absicht hinter einer Schenkung nachzudenken: Unterstützt sie wirklich ein Bedürfnis oder dient sie nur der eigenen Eitelkeit? 

Das Zitat regt dazu an, das eigene Verhalten in Bezug auf Großzügigkeit zu hinterfragen. Geben wir, weil es notwendig und hilfreich ist, oder handeln wir aus anderen, möglicherweise weniger altruistischen Motiven? Cicero erinnert uns daran, dass wahre Großzügigkeit von Weisheit und Rücksicht geprägt ist und dass maßvolles Handeln langfristig die größte Wirkung entfaltet. 

In einer modernen Welt, die oft von Konsum und Überfluss geprägt ist, bleibt Ciceros Gedanke relevant. Er fordert uns auf, bewusst und überlegt zu handeln, sowohl im Geben als auch im Empfangen. Sein Zitat ist ein zeitloser Appell, Großzügigkeit mit Vernunft zu verbinden und das Wohlergehen anderer in den Mittelpunkt zu stellen, ohne dabei die Prinzipien von Maß und Verhältnismäßigkeit zu vernachlässigen.

Zitat Kontext

Marcus Tullius Cicero, einer der bedeutendsten römischen Philosophen und Redner, war bekannt für seine Überlegungen zu Ethik, Gerechtigkeit und Tugend. Dieses Zitat spiegelt seinen Ansatz wider, Großzügigkeit nicht nur als spontane Geste, sondern als überlegte und verantwortungsvolle Handlung zu betrachten. 

Zur Zeit Ciceros spielte Großzügigkeit eine wichtige Rolle in der römischen Gesellschaft, sowohl als soziale Verpflichtung als auch als politisches Mittel. Doch Cicero war bemüht, diese Tugend auf eine rationale Basis zu stellen und sie vor Missbrauch oder Übermaß zu schützen. 

Auch heute hat dieses Zitat Bedeutung, da es uns daran erinnert, bewusst und reflektiert mit Ressourcen und Beziehungen umzugehen. Ciceros Worte laden dazu ein, Großzügigkeit als Balance zwischen Herz und Verstand zu verstehen und sie als Werkzeug für das Gemeinwohl einzusetzen.

Daten zum Zitat

Autor:
Cicero
Tätigkeit:
römischer Staatsmann, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph
Epoche:
Klassische Antike
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Emotion:
Keine Emotion