Die Gewalt, die wir gegen uns selbst anwenden, um uns von der Liebe abzuhalten, ist oft grausamer als die härteste Behandlung durch einen geliebten Menschen.
- François de La Rochefoucauld

Klugwort Reflexion zum Zitat
François de La Rochefoucauld thematisiert in diesem Zitat den inneren Kampf gegen unerwiderte oder unpassende Liebe. Die bewusste Unterdrückung eigener Gefühle kann schmerzhafter sein als der Schmerz, den andere zufügen. Selbstauferlegte emotionale Kontrolle fordert oft mehr Kraft als der Umgang mit äußeren Verletzungen.
Diese Reflexion fordert dazu auf, ehrlich mit den eigenen Gefühlen umzugehen. Emotionale Unterdrückung kann langfristig zu innerem Leid führen, während Akzeptanz und Verarbeitung oft heilender sind. Rochefoucauld zeigt, dass emotionale Selbstkontrolle ihre Grenzen hat und nicht immer zur Lösung führt.
In einer Gesellschaft, die emotionale Stärke oft als Verdrängung interpretiert, bleibt diese Erkenntnis aktuell. Sie ermutigt, Gefühle anzunehmen und achtsam mit sich selbst umzugehen.
Das Zitat inspiriert dazu, den eigenen Gefühlen Raum zu geben, statt sie aus Angst vor Schmerz zu unterdrücken.
Zitat Kontext
François de La Rochefoucauld (1613–1680) war ein französischer Schriftsteller, bekannt für seine tiefgründigen Aphorismen über menschliche Gefühle und Beziehungen.
Dieses Zitat reflektiert Rochefoucaulds scharfe Beobachtung menschlicher Schwächen, insbesondere im Umgang mit Liebe. In einer Gesellschaft, in der Gefühle oft durch gesellschaftliche Konventionen unterdrückt wurden, erkannte er die schädlichen Folgen emotionaler Selbstverleugnung.
Seine Gedanken bleiben zeitlos, da sie zur Reflexion über den Umgang mit Gefühlen und zur Akzeptanz eigener emotionaler Bedürfnisse anregen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- François de La Rochefoucauld
- Tätigkeit:
- französischer Adliger, Soldat und Schriftsteller
- Epoche:
- Aufklärung
- Mehr?
- Alle François de La Rochefoucauld Zitate
- Emotion:
- Keine Emotion