Die Fabel ist der Liebe Heimatwelt, Gern wohnt sie unter Feen, Talismanen, Glaubt gern an Götter, weil sie göttlich ist.

- Friedrich Schiller

Friedrich Schiller

Klugwort Reflexion zum Zitat

Friedrich Schillers Worte stellen eine poetische Verbindung zwischen der Liebe und der Fantasie her. Er beschreibt die Liebe als etwas Überirdisches, das seine Heimat in den Fabelwelten hat – in den Geschichten von Feen, Talismane und Göttern. Diese Welten sind Symbole für das Mystische und das Wunderbare, das die Liebe ausmacht. Sie entzieht sich der rationalen Erklärung und findet ihre Essenz im Glauben an etwas Höheres.

Die Liebe, so Schiller, ist göttlich, weil sie die Kraft hat, Menschen über das Alltägliche hinauszuheben. Der Vergleich mit der Fabel verdeutlicht, dass Liebe nicht greifbar ist, sondern etwas ist, das in seiner Schönheit und Tiefe oft nur durch Mythen und Symbole dargestellt werden kann. Diese Verbindung zur göttlichen Sphäre zeigt, wie hoch Schiller die Liebe wertschätzt – sie ist nicht nur ein Gefühl, sondern eine kreative, fast heilige Kraft.

Dieses Zitat lädt uns ein, die magischen und ungreifbaren Aspekte der Liebe zu schätzen. Es erinnert daran, dass Liebe nicht immer logisch oder erklärbar sein muss, sondern dass ihr Zauber gerade in ihrer Unergründlichkeit liegt. Schillers Worte fordern uns auf, die Liebe nicht nur als emotionale, sondern auch als spirituelle Erfahrung zu sehen, die uns mit dem Mystischen verbindet.

In einer Welt, die oft von Rationalität und Funktionalität geprägt ist, ist Schillers poetische Beschreibung der Liebe ein Aufruf, die Fantasie und das Göttliche in unseren Beziehungen nicht zu vergessen. Sie inspiriert uns, die Liebe als eine Macht zu betrachten, die uns mit dem Wunderbaren und Unbekannten verbindet.

Zitat Kontext

Friedrich Schiller, einer der größten deutschen Dichter und Dramatiker, war bekannt für seine philosophischen Reflexionen über die menschliche Natur und die Kunst. Dieses Zitat spiegelt seine romantische und idealistische Sicht auf die Liebe wider, die in vielen seiner Werke eine zentrale Rolle spielt.

Im historischen Kontext des späten 18. Jahrhunderts, einer Zeit der Aufklärung und des aufkommenden Idealismus, war die Fabel ein beliebtes literarisches Mittel, um universelle Wahrheiten darzustellen. Schiller verbindet in diesem Zitat die Fantasie der Fabelwelt mit der transzendenten Natur der Liebe. Die Feen, Talismane und Götter stehen symbolisch für die Unbegreiflichkeit und Erhabenheit der Liebe, die sich jeder rationalen Analyse entzieht.

In der heutigen Zeit erinnert uns Schillers Gedanke daran, dass die Liebe in ihrer Essenz oft unlogisch und mystisch ist. Seine Worte laden dazu ein, die Magie und das Wunderbare in der Liebe zu feiern, anstatt sie nur durch praktische oder psychologische Ansätze zu betrachten. Sie fordern uns auf, den kreativen und spirituellen Aspekt der Liebe neu zu entdecken und zu würdigen.

Schillers poetische Verbindung von Liebe und Fabel zeigt, wie wichtig es ist, Raum für das Unerklärliche und Wunderbare zu lassen. Seine Worte bleiben eine zeitlose Inspiration, die uns daran erinnert, die Liebe nicht nur als Gefühl, sondern als eine Brücke zu höheren, göttlichen Sphären zu betrachten.

Daten zum Zitat

Autor:
Friedrich Schiller
Epoche:
Klassik
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Emotion:
Keine Emotion