Der Stolz zielt immer noch auf die besten Häuser: Menschen würden Engel sein, Engel wären Götter. Streben, Götter zu sein, wenn Engel fielen; streben, Engel zu sein, rebellieren Menschen.

- Alexander Pope

Alexander Pope

Klugwort Reflexion zum Zitat

Pope beschreibt hier die unaufhörliche Natur des menschlichen Strebens und des Stolzes.

Menschen wollen stets mehr sein, als sie sind – eine unendliche Aufwärtsbewegung, die sich jedoch nie vollständig erfüllt. Der Stolz treibt uns dazu, nach dem Höheren zu streben, doch oft führt dieses Streben zu Konflikten oder Selbstüberschätzung.

Dies fordert uns auf, über den Zusammenhang zwischen Ehrgeiz, Stolz und Zufriedenheit nachzudenken. Ist unser Drang, immer mehr zu wollen, eine positive Kraft oder eine Quelle der Unruhe? Wo liegt die Grenze zwischen gesundem Wachstum und zerstörerischem Hochmut?

Pope erinnert uns daran, dass Stolz sowohl Antrieb als auch Falle sein kann – und dass wir in unserem Streben nach Höherem nicht vergessen sollten, wer wir sind.

Zitat Kontext

Alexander Pope war ein bedeutender englischer Dichter des 18. Jahrhunderts, bekannt für seine satirischen und philosophischen Werke.

Sein Zitat reflektiert die Ideen der Aufklärung, die das Streben nach Wissen und Fortschritt befürwortete, aber auch vor Überheblichkeit warnte. Ähnlich wie in Miltons 'Paradise Lost' oder in antiken Tragödien wird Stolz hier als zweischneidiges Schwert dargestellt.

Auch heute bleibt dieser Gedanke aktuell. In einer Gesellschaft, die oft unermüdliches Streben nach Erfolg fördert, fordert uns Pope auf, über die Natur unserer Ambitionen nachzudenken – und darüber, ob sie uns wirklich Erfüllung bringen oder uns in einen endlosen Kreislauf treiben.

Daten zum Zitat

Autor:
Alexander Pope
Tätigkeit:
engl. Dichter
Epoche:
Aufklärung
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Emotion:
Keine Emotion