Denn der Mann, der dort stand und irgendeine unzusammenhängende Erklärung rief, war eine massive, gestikulierende Gestalt, die ihm bis zum Mantelkragen reichte, und dann - das Nichts, überhaupt nichts Sichtbares!

- Herbert George Wells

Herbert George Wells

Klugwort Reflexion zum Zitat

H.G. Wells beschreibt in diesem Zitat eine surreal anmutende Szene, in der das Sichtbare abrupt ins Unsichtbare übergeht. Diese Beschreibung wirft Fragen über die Natur der Realität und Wahrnehmung auf und bringt möglicherweise auch eine metaphorische Bedeutung zum Ausdruck.

Die ‚massive Gestalt‘, die in das ‚Nichts‘ übergeht, könnte symbolisch für das Unfassbare oder Unerklärliche stehen – ein Hinweis auf die Grenzen menschlicher Wahrnehmung und des Verstehens. Das Nichts, das folgt, ruft sowohl Staunen als auch Unbehagen hervor, was darauf hinweist, dass unsere Wahrnehmung der Welt oft lückenhaft ist und unser Verständnis der Realität nur auf einem Bruchteil dessen basiert, was tatsächlich existiert.

Diese Reflexion lädt dazu ein, über das zu sinnieren, was jenseits des Sichtbaren liegt. Wells regt an, die Grenzen des Offensichtlichen zu hinterfragen und neugierig auf das Verborgene oder Unbekannte zu bleiben. Es ist ein Aufruf, nicht nur den sichtbaren Aspekten des Lebens Bedeutung beizumessen, sondern auch das ‚Nichts‘, das Ungeklärte, zu akzeptieren und vielleicht sogar zu erforschen.

Zitat Kontext

Herbert George Wells, ein Meister der Science-Fiction-Literatur, verfasste Werke, die sich oft mit der Wahrnehmung der Realität und den Grenzen des Menschlichen auseinandersetzten. Dieses Zitat könnte aus seinem Roman *Der Unsichtbare* stammen, der das Konzept der Unsichtbarkeit nicht nur als physisches Phänomen, sondern auch als Metapher für Isolation und Entfremdung erkundet.

Im historischen Kontext lebte Wells in einer Zeit des wissenschaftlichen Fortschritts und technologischer Umbrüche. Seine Werke spiegeln sowohl die Faszination für neue Möglichkeiten als auch die Ängste vor deren Konsequenzen wider. Die Idee des ‚Nichts‘ in diesem Zitat kann als Ausdruck dieser Dualität verstanden werden – das Verschwinden des Greifbaren in einer Welt, die zunehmend komplexer und undurchschaubarer wird.

Auch heute ist dieses Zitat relevant, da es uns daran erinnert, wie begrenzt unsere Wahrnehmung und unser Verständnis oft sind. Es fordert dazu auf, die Unsicherheiten und Rätsel des Lebens nicht als Bedrohung, sondern als Einladung zur Exploration zu sehen. Wells’ Worte inspirieren dazu, über das Sichtbare hinauszublicken und offen für das Unbekannte zu bleiben.

Daten zum Zitat

Autor:
Herbert George Wells
Tätigkeit:
britischer Schriftsteller, Historiker und Soziologe
Epoche:
Moderne
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Emotion:
Keine Emotion