Das niedrig gewachsene, schmalschultrige, breithüftige und kurzbeinige Geschlecht das schöne zu nennen, dies konnte nur der vom Geschlechtstrieb umnebelte männliche Intellekt fertig bringen.

- Arthur Schopenhauer

Arthur Schopenhauer

Klugwort Reflexion zum Zitat

Schopenhauer bringt hier eine provokante, sogar abwertende Sichtweise auf das Schönheitsideal der Frau zum Ausdruck.

Er stellt infrage, ob das traditionelle Bild der weiblichen Schönheit tatsächlich objektiv gerechtfertigt ist oder ob es nur durch männliche Triebe geprägt wurde. Seine Worte reflektieren eine tief verwurzelte Skepsis gegenüber gesellschaftlichen Konventionen – doch gleichzeitig offenbaren sie auch seine eigenen problematischen Ansichten über Frauen.

Das Zitat fordert uns auf, über unsere eigenen Vorstellungen von Schönheit nachzudenken. Wie sehr sind diese durch kulturelle Prägung oder biologische Faktoren beeinflusst? Und was bedeutet Schönheit eigentlich?

Schopenhauer erinnert uns daran, dass viele scheinbare Wahrheiten – einschließlich ästhetischer Urteile – oft nicht objektiv sind, sondern von gesellschaftlichen und biologischen Mechanismen geprägt werden.

Zitat Kontext

Arthur Schopenhauer war bekannt für seine pessimistische Weltsicht und seine oft kontroversen Aussagen – insbesondere über Frauen.

Sein Zitat steht im Kontext seiner generellen Skepsis gegenüber menschlichen Urteilen, insbesondere wenn sie auf Emotionen oder Trieben basieren. Er glaubte, dass viele gesellschaftliche Vorstellungen nicht rational, sondern biologisch oder psychologisch motiviert sind.

Auch heute bleibt diese Perspektive herausfordernd. Während wir wissen, dass Schönheitsideale kulturell geprägt sind, stellt sich die Frage: Inwiefern beeinflussen biologische oder psychologische Mechanismen dennoch unser ästhetisches Empfinden? Schopenhauers Zitat ist ein Beispiel dafür, wie Philosophie sowohl zum kritischen Nachdenken anregen als auch Widerspruch hervorrufen kann.

Daten zum Zitat

Autor:
Arthur Schopenhauer
Tätigkeit:
deutscher Philosoph
Epoche:
Moderne
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Emotion:
Keine Emotion