Das Lob, das wir nach unserer Beerdigung erhalten, wie die Blumen, die über unser Grab gestreut werden, mag für die Lebenden erfreulich sein, aber für die Toten bedeutet es nichts.
- Charles Caleb Colton

Klugwort Reflexion zum Zitat
Charles Caleb Colton bringt mit diesem Zitat eine nüchterne Wahrheit zum Ausdruck: Das Lob, das einem Menschen nach seinem Tod zuteilwird, mag für die Hinterbliebenen von Bedeutung sein, doch für den Verstorbenen selbst ist es irrelevant.
Diese Beobachtung verweist auf ein weitverbreitetes menschliches Verhalten: Oft werden Menschen erst nach ihrem Tod gewürdigt, obwohl sie zu Lebzeiten nicht die gleiche Anerkennung erfahren haben. Dies zeigt sich in posthumen Ehrungen von Künstlern, Denkern oder Politikern, die zu Lebzeiten missverstanden oder ignoriert wurden.
Das Zitat regt dazu an, über den Wert von Anerkennung und Erinnerung nachzudenken. Sollte es nicht wichtiger sein, Menschen zu Lebzeiten zu schätzen und ihnen Respekt zu erweisen, anstatt ihnen erst nach ihrem Tod Lob und Ehre zuzusprechen?
Coltons Worte erinnern uns daran, dass wahre Wertschätzung im Hier und Jetzt zum Ausdruck gebracht werden sollte – denn für denjenigen, der gegangen ist, spielt sie keine Rolle mehr.
Zitat Kontext
Charles Caleb Colton (1780–1832) war ein englischer Schriftsteller und Aphoristiker, bekannt für seine scharfsinnigen und oft zynischen Beobachtungen über das Leben und die Gesellschaft.
Dieses Zitat passt in den Kontext seiner allgemeinen Kritik an Heuchelei und nachträglicher Wertschätzung. Colton erkannte, dass viele Menschen erst nach ihrem Tod als bedeutend anerkannt werden, während sie zu Lebzeiten oft missachtet oder sogar verachtet wurden.
Auch heute bleibt seine Einsicht relevant. In einer Welt, in der öffentliche Anerkennung oft nachträglich erfolgt, stellt sich die Frage: Warum warten wir, bis jemand nicht mehr da ist, um seine Verdienste zu würdigen? Coltons Zitat fordert uns auf, diejenigen, die uns wichtig sind, bereits im Leben zu ehren – denn nach dem Tod ist es zu spät, und die Ehrungen dienen letztlich nur den Lebenden.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Charles Caleb Colton
- Tätigkeit:
- Gelehrter, Schriftsteller und Geistlicher
- Epoche:
- Romantik
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- Emotion:
- Keine Emotion