Das Gebet ist so notwendig und die Quelle so vieler Segnungen, dass derjenige, der den Schatz entdeckt hat, nicht daran gehindert werden kann, es bei jeder Gelegenheit zu nutzen.
- François Fénelon

Klugwort Reflexion zum Zitat
François Fénelon beschreibt in diesem Zitat das Gebet als eine unerschöpfliche Quelle des Segens. Wer seinen Wert einmal erkannt hat, wird es nicht nur gelegentlich, sondern in jeder Lebenslage nutzen – so selbstverständlich, wie man eine kostbare Gabe bewahrt und schützt.
Diese Betrachtung verweist auf die tiefe Verbindung zwischen spiritueller Praxis und innerer Zufriedenheit. Das Gebet ist für Fénelon nicht nur eine rituelle Handlung, sondern eine innere Haltung – ein Weg, sich mit einer höheren Ordnung zu verbinden und Trost, Führung und Kraft zu finden.
Das Zitat regt dazu an, über die Bedeutung des Gebets im eigenen Leben nachzudenken. Ist es für uns eine gelegentliche Bitte um Hilfe, oder eine konstante Quelle der Inspiration? Welche Rolle spielt Spiritualität in unserem Alltag? Fénelon fordert uns auf, das Gebet nicht nur als frommes Ritual zu betrachten, sondern als eine Möglichkeit, sich in jeder Situation mit dem Göttlichen zu verbinden.
Kritisch könnte man fragen, ob Gebet wirklich eine universelle Quelle des Segens ist. Kann es nicht auch zu einer bloßen Routine werden? Ist es für jeden Menschen ein Weg zur Erfüllung? Doch Fénelons Zitat ist keine Dogmatik, sondern eine Ermutigung. Seine Worte laden dazu ein, das Gebet als einen persönlichen Schatz zu betrachten – und seine Kraft in der eigenen Erfahrung zu entdecken.
Zitat Kontext
François Fénelon (1651–1715) war ein französischer Theologe und Schriftsteller, der für seine tiefen Einsichten in spirituelle und moralische Fragen bekannt war. Seine Werke betonten die Bedeutung von Bescheidenheit, innerer Einkehr und einer direkten Verbindung zu Gott.
Das Zitat steht im Kontext seiner religiösen Lehren, die das Gebet als eine der wichtigsten Formen der spirituellen Praxis betrachten. Für Fénelon war Gebet nicht nur eine Bitte oder ein Ritual, sondern eine beständige innere Haltung.
Historisch betrachtet, lebte Fénelon in einer Zeit, in der religiöse und politische Konflikte Europa prägten. Sein Zitat kann als eine Einladung zur persönlichen Spiritualität verstanden werden – unabhängig von kirchlichen Institutionen oder Dogmen.
Auch heute bleibt das Zitat aktuell. In einer Gesellschaft, die oft von äußeren Ablenkungen bestimmt wird, stellt sich die Frage: Haben wir noch Raum für innere Einkehr? Fénelons Worte laden dazu ein, das Gebet als eine Quelle der Kraft zu entdecken – nicht nur in schwierigen Zeiten, sondern als eine konstante Verbindung zu etwas Höherem.
Daten zum Zitat
- Autor:
- François Fénelon
- Tätigkeit:
- französischer Geistlicher, Schriftsteller und Pädagoge
- Epoche:
- Aufklärung
- Mehr?
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- Emotion:
- Keine Emotion