Beim Himmel, dieses Kind ist schön!/ So etwas hab' ich nie gesehn./ Sie ist so sitt- und tugendreich,/ Und etwas schnippisch doch zugleich.

- Johann Wolfgang von Goethe

Johann Wolfgang von Goethe

Klugwort Reflexion zum Zitat

Johann Wolfgang von Goethes Zitat fängt auf charmante Weise die Faszination und das Staunen über eine außergewöhnliche Persönlichkeit ein.

Es beschreibt ein Kind, das Schönheit, Tugend und Sittsamkeit mit einem Hauch von Eigenwilligkeit verbindet. Diese Gegensätze – Tugend und ein schnippisches Wesen – machen die beschriebene Person nicht nur interessant, sondern auch lebendig und einzigartig.

Die Reflexion über das Zitat wirft Fragen auf, wie wir Menschen wahrnehmen: Oft sind es die kleinen Widersprüche, die jemanden besonders anziehend und menschlich machen. Diese Mischung aus Perfektion und Imperfektion spiegelt die Vielseitigkeit des menschlichen Charakters wider.

Goethes Worte regen dazu an, Schönheit und Tugend nicht als starre Ideale zu sehen, sondern in Kombination mit individuellen, manchmal widersprüchlichen Eigenschaften zu schätzen.

Ein kritischer Gedanke könnte sein, dass die Beschreibung möglicherweise von äußeren Eindrücken dominiert wird und das Innere der Person weniger Beachtung findet. Doch gerade die Verbindung aus Tugendhaftigkeit und Eigenart zeigt, dass wahre Schönheit oft durch Persönlichkeit und Ausstrahlung entsteht.

Das Zitat erinnert uns daran, die Einzigartigkeit jedes Menschen zu feiern und uns von scheinbaren Widersprüchen inspirieren zu lassen, die das Leben reich und bunt machen.

Zitat Kontext

Johann Wolfgang von Goethe, einer der bedeutendsten Dichter der deutschen Literatur, verstand es meisterhaft, die Komplexität des menschlichen Wesens in poetische Worte zu fassen.

Dieses Zitat entstammt einem lyrischen Kontext, in dem Goethe Schönheit, Tugend und Eigenheit in einer Person vereint beschreibt. Es spiegelt die idealistische Sichtweise der Romantik wider, in der Gegensätze als harmonisch und bereichernd empfunden wurden.

Historisch betrachtet lebte Goethe in einer Zeit, die stark von ästhetischen Idealen und moralischen Werten geprägt war. Gleichzeitig erkundete er in seinen Werken die Spannungsfelder zwischen gesellschaftlichen Normen und individueller Freiheit.

Philosophisch lässt sich das Zitat mit Goethes ganzheitlichem Menschenbild verbinden, das die Harmonie zwischen äußeren und inneren Qualitäten betont. Für ihn war Schönheit nicht nur eine Frage des Aussehens, sondern auch des Charakters und der Individualität.

Heute bleibt das Zitat relevant, da es eine zeitlose Wahrheit über die menschliche Natur ausspricht: Es sind oft die einzigartigen und widersprüchlichen Eigenschaften, die eine Person unvergesslich machen. Goethes Worte laden uns ein, diese Vielschichtigkeit in uns selbst und anderen zu erkennen und zu würdigen.

Daten zum Zitat

Autor:
Johann Wolfgang von Goethe
Tätigkeit:
Dichter, Schriftsteller, Naturwissenschaftler,
Epoche:
Klassik
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Emotion:
Keine Emotion