Als Anwalt konnte ich vor Gericht ziemlich extravagant sein. Ich verhielt mich nicht so, als wäre ich ein Schwarzer in einem Gericht für Weiße, sondern so, als wären alle anderen - Weiße und Schwarze - Gäste in meinem Gericht. Wenn ich einen Fall verhandelte, machte ich oft ausladende Gesten und verwendete eine hochtrabende Sprache.

- Nelson Mandela

Nelson Mandela

Klugwort Reflexion zum Zitat

Nelson Mandela beschreibt hier seine Haltung als Anwalt in einer Zeit, in der das Justizsystem von Apartheid und rassistischen Strukturen geprägt war. Er stellte sich nicht als Untergebener oder als jemand, der sich den bestehenden Normen beugen musste, sondern als jemand, der in seiner eigenen Wahrnehmung das Gericht dominierte. Mandela weigerte sich, sich von der rassistischen Hierarchie, die ihn als Schwarzen in einer von Weißen dominierten Welt sah, definieren zu lassen. Er behandelte das Gericht als seinen Raum und versuchte, durch seine exzentrische und selbstbewusste Art, Respekt zu erzwingen. /n/nDas Zitat regt zum Nachdenken über das Thema Selbstbestimmung und die Bedeutung der persönlichen Haltung in einer unterdrückerischen Gesellschaft an. Mandela zeigt, wie wichtig es ist, den eigenen Wert zu erkennen und zu bewahren, selbst in einem Umfeld, das darauf abzielt, einen herabzusetzen. In einer Welt, die durch soziale und rassistische Ungleichheit geprägt ist, können Handlungen des Selbstbewusstseins und der Überzeugungskraft eine tiefgreifende Wirkung auf die Wahrnehmung und den Umgang mit der eigenen Identität haben. /n/nEs fordert uns dazu auf, unsere eigene Haltung zu hinterfragen, besonders in Situationen, in denen wir uns in der Minderheit oder unterdrückt fühlen. Mandela lehrt uns, dass wir, egal wie ungerecht das System auch sein mag, niemals unsere eigene Würde oder unseren Platz in der Welt aufgeben sollten. Es ist ein Aufruf, in jeder Situation Selbstvertrauen zu bewahren und zu wissen, dass unser Wert nicht von den Urteilen anderer abhängt.

Daten zum Zitat

Autor:
Nelson Mandela
Tätigkeit:
Anti-Apartheid-Aktivist, Politiker, Staatspräsident
Epoche:
Nachkriegszeit
Emotion:
Keine Emotion